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Formel 1 in Mexiko : Rosberg verliert die erste Runde

  • Aktualisiert am

Nachdenklich: Nico Rosberg hat beim ersten Auftritt in Mexiko das Nachsehen Bild: AFP

Die erste Kraftprobe gewinnt der Titelverteidiger: Beim Auftakttraining zum Großen Preis von Mexiko muss sich Nico Rosberg seinem Mercedes-Teamkollegen geschlagen geben. Lewis Hamilton hat dennoch ein mulmiges Gefühl.

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          Nico Rosberg hat die erste Formel-1-Kraftprobe in Mexiko vor seinem möglichen vorzeitigen Titelgewinn gegen Mercedes-Stallrivale Lewis Hamilton verloren. Bei gerade einmal 13 Grad Außentemperatur musste sich der deutsche WM-Favorit im Auftakttraining zum Grand Prix in Mexiko-Stadt am Freitag mit Position sieben begnügen. Hamilton sicherte sich nach den ersten 90 Minuten auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez die Bestzeit. Er lag nicht einmal 0,08 Sekunden vor Ferrari-Star Sebastian Vettel. Mit 26 Punkten Vorsprung auf Hamilton könnte Rosberg schon am Sonntag (20 Uhr / live auf RTL, bei  Sky und im Formel-1-Ticker auf FAZ.NET) im drittletzten Saisonrennen Weltmeister werden.

          Nico Hülkenberg raste in seinem Force India auf Platz fünf. In einer Einheit, in der vor allem Sauber-Mann Felipe Nasr mit einer demolierten Front für Aufsehen gesorgt hatte, kam Manor-Pilot Pascal Wehrlein nicht über Position 22 hinaus und wurde damit Letzter.

          „Ich bin bereit zu kämpfen“

          Die Blicke der mexikanischen Fans gehörten jedoch vor allem dem Silberpfeil-Duo Rosberg und Hamilton. Der Brite jedenfalls stellt sich angesichts seines WM-Rückstands auf eine Herkulesaufgabe ein. „Ich komme nie in einem Grand Prix oder einer anderen Art von Wettbewerb an und möchte es einfach haben“, hatte der dreimalige Champion schon zuvor erklärt. „Ich liebe es, Dinge zu tun, die schwierig sind. Wenn ich einen Felsen erklimme, suche ich mir nicht die einfachste Wand aus, ich gehe erst mal zu der härtesten.“

          Der Titelverteidiger will in Mexiko clever agieren und alles für seine Minimalchance geben. „Wäre ich jetzt gerne in einer anderen Position?“, fragte der Rosberg-Jäger. „Natürlich. Alles, was ich weiß ist, dass diese Herausforderung vor mir liegt und ich bereit bin. Ich bin bereit zu kämpfen.“

          Voll fokussiert: Lewis Hamilton

          Hamilton wird die drei letzten Saisonrennen zugleich mit einer gehörigen Portion Skepsis dem eigenen Silberpfeil gegenüber bestreiten. In Malaysia war der in Führung liegende Brite wegen eines Motorschadens ausgeschieden. Dieses mulmige Gefühl werde ihn wahrscheinlich bis zur Zielflagge im Saisonfinale am 27. November in Abu Dhabi begleiten, räumte Hamilton ein.

          Ein übertriebenes Wagnis will er im Endspurt nicht eingehen. „Ich denke nicht, dass ich mehr Risiko eingehen werde, als ich es sonst tue“, sagte Hamilton. Seine Auftakteinheit in der kühlen Höhenluft der Millionen-Metropole konnte er immerhin als kleinen Mutmacher für das Grand-Prix-Wochenende auffassen.

          Rosberg erlitt in dieser Saison noch keinen technikbedingten Ausfall. Zehn Jahre nach seinem Einstieg in die Formel 1 hofft der gebürtige Wiesbadener auf seinen vorzeitigen Titelgewinn. „Ich spüre Anspannung, weil ein Grand-Prix-Wochenende bevorsteht, das ich gerne gewinnen würde. Es ist die übliche Anspannung“, hatte Rosberg über den WM-Druck gesagt.

          Und wie in den Freien Trainings üblich stand für die Piloten vor allem das Kennenlernen des Kurses, der 2015 nach 23 Jahren Abstinenz erst wieder in den Formel-1-Kalender zurückgekehrt war, und die Abstimmung ihrer Wagen im Vordergrund. Position sieben musste Vorjahressieger Rosberg demnach nicht besonders ärgern.

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          Sollte der 31-Jährige am Sonntag nach den 305,354 Kilometern Distanz als Sieger feststehen und Hamilton höchstens Zehnter werden, gäbe es einen dritten deutschen Weltmeister nach Michael Schumacher und Sebastian Vettel. Die Krönung hat für Rosberg bereits an Kontur gewonnen. „Ich sehe das große Ganze schon“, versicherte er.

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