https://www.faz.net/-gtl-8z9ej

Formel 1 : Wütender Rempler hat für Vettel ein Nachspiel

  • Aktualisiert am

Wird Sebastian Vettel für deine Aktion gegen Lewis Hamilton noch bestraft? Bild: AFP

Der Automobil-Weltverband untersucht nun auch offiziell den Ausraster von Sebastian Vettel beim Formel-1-Rennen in Baku. Es kommt zur Verhandlung – an einem besonderen Datum für den Deutschen.

          1 Min.

          Der Wut-Rempler gegen Lewis Hamilton hat für Sebastian Vettel ein Nachspiel. Der Automobil-Weltverband FIA um Präsident Jean Todt untersucht offiziell den Ausraster des Ferrari-Stars in Aserbaidschan. Der Weltverband will demnach prüfen, ob mögliche weitere Schritte gegen Vettel ergriffen werden müssen.

          Am kommenden Montag – ausgerechnet dem 30. Geburtstag des Hessen – soll es dazu eine Verhandlung geben. Eine endgültige Entscheidung über den Vorfall soll damit noch vor dem nächsten Grand Prix am 9. Juli in Österreich gefällt werden. Im äußersten Fall könnte Vettel eine Sperre für ein Formel-1-Rennen drohen.

          Vettel war am Sonntag beim Grand Prix in Baku in der 19. Runde aus Wut über ein vermeintliches Bremsmanöver von Hamilton hinter dem Safety-Car absichtlich ans linke Vorderrad des Silberpfeil-Stars gefahren. Der viermalige Weltmeister wurde anschließend mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt. Die FIA will nun prüfen, ob diese Form der Strafe angemessen war.

          Trotz der Sanktion kam Vettel als Vierter vor Hamilton ins Ziel, weil der Brite wegen einer lockeren Nackenstütze einen Zusatzstopp einlegen musste. In der WM-Wertung hat der Deutsche nach dem achten Saisonlauf 14 Punkte Vorsprung auf seinen britischen Titelrivalen. Für seine Rüpelattacke am Kaspischen Meer hatte Vettel zudem drei Strafpunkte im Sündenregister der FIA bekommen. Der Ferrari-Fahrer hat nun insgesamt neun auf seinem Konto. Erhöht sich diese Zahl auf zwölf, wird Vettel automatisch für ein Rennen gesperrt. Nach dem Grand Prix von Österreich verjähren allerdings zwei seiner Strafpunkte aus der Vorsaison.

          Unser Angebot für Erstwähler
          Unser Angebot für Erstwähler

          Lesen Sie 6 Monate die digitalen Ausgaben von F.A.Z. PLUS und F.A.Z. Woche für nur 5 Euro im Monat

          Zum Angebot

          Vettels letzte Strafe stammt aus dem Oktober 2016 in Mexiko. Wegen eines verbotenen Bremsmanövers wurde der Heppenheimer von Platz drei auf Rang fünf zurückversetzt. Nach einem fragwürdigen Manöver von Max Verstappen beschimpfte Vettel jedoch via Boxenfunk sowohl den Red-Bull-Piloten als auch FIA-Rennleiter Charlie Whiting. Dies rief den Weltverband auf den Plan.

          Die FIA ließ jedoch Milde walten. Vettel hatte sich nach seinem Ausraster entschuldigt und einsichtig gezeigt. Todt sah daher davon ab, die Causa vor das Sportgericht zu bringen. Zugleich kündigte die FIA jedoch an, künftig bei ähnlichen Fällen disziplinarische Maßnahmen zu ergreifen.

          Weitere Themen

          Auch Ronaldo und Portugal dürfen zur EM

          Sieg in Qualifikation : Auch Ronaldo und Portugal dürfen zur EM

          Der Titelverteidiger löst das Ticket zur Fußball-EM. Weltmeister Frankreich qualifiziert sich als Gruppensieger vor der Türkei. 17 von 24 Teilnehmern der Endrunde stehen nun fest. Drei weitere kommen bald dazu, die letzten vier erst im Frühjahr.

          Emotionaler Abschied von Uli Hoeneß Video-Seite öffnen

          „Ich habe fertig“ : Emotionaler Abschied von Uli Hoeneß

          Seit 1970 war Hoeneß als Spieler, Manager oder Präsident beim FC Bayern tätig und wurde in dieser Zeit zu einer polarisierenden Persönlichkeit des deutschen und internationalen Fußballs. Am Freitag war es für den Weltmeister von 1974 an der Zeit, zu gehen.

          Topmeldungen

          Formel 1 in Brasilien : Ferrari flucht

          Verrücktes Finale beim Formel-1-Rennen in São Paulo: Die beiden Ferrari-Piloten schießen sich gegenseitig ab und scheiden nach der Kollision aus. Der Zoff der Stallrivalen bei der Scuderia eskaliert endgültig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.