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Zukunft von Sebastian Vettel : „Das wäre ein Drama“

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Karriereende oder neues Team? Noch ist die Zukunft von Sebastian Vettel ungeklärt. Bild: EPA

Der deutsche Formel-1-Pilot fährt nach dieser Saison nicht mehr für Ferrari. Aber wo landet Sebastian Vettel dann? McLaren ist nun definitiv keine Option mehr – und ein früherer Kollege zeichnet ein düsteres Zukunftsszenario.

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          Nach dem Abschied von Sebastian Vettel bei Ferrari fürchtet der ehemalige Formel-1-Pilot Timo Glock um den Stellenwert der Motorsport-Königsklasse in Deutschland. „Wenn wir gar keinen Deutschen mehr hätten, wäre das natürlich für die TV-Zeiten deutlich schwerer, weil man keinen Star mehr hat, über den man berichten kann“, sagte der 38-Jährige der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Vettel verlässt die Scuderia zum Jahresende.

          Da es offen ist, ob der Heppenheimer seine Karriere fortsetzt, könnte im kommenden Jahr erstmals seit 1990 eine Formel-1-Saison ohne deutschen Fahrer stattfinden. „Das wäre ein Drama für die Formel-1-Fans in Deutschland, wenn es gar keinen deutschen Fahrer mehr gäbe“, befand Glock, der früher unter anderem für Toyota fuhr und nun auch als TV-Experte aktiv ist.

          Sainz zu Ferrari, Ricciardo zu McLaren

          Das Team McLaren ist mittlerweile auch keine Option für Vettel mehr. Wie der Rennstall am Donnerstag mitteilte, wechselt der Australier Daniel Ricciardo 2021 von Renault zum britischen Traditionsteam und wird Teamkollege des Briten Lando Norris. Der 30 Jahre alte Ricciardo ersetzt bei McLaren Carlos Sainz. Der Spanier wechselt zu Ferrari als Vettel-Ersatz, wie die Scuderia am Donnerstag ebenfalls mitteilte.

          Nach dem verkündeten Abgang von Vettel bei Ferrari zum Jahresende galt McLaren als eine Option für eine Fortsetzung der Karriere des Heppenheimers, diese hat sich nun zerschlagen. Damit gehen dem viermaligen Champion die Optionen für eine Weiterbeschäftigung in der Königsklasse aus.

          Derweil äußerte sich der langjährige Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg (32) zu einem möglichen eigenen Comeback. „Das hängt von der sportlichen Perspektive ab. Die Formel 1 ist natürlich die Königsklasse, aber es gibt auch andere attraktive Serien. Und wenn es keine gute Möglichkeit in der Formel 1 gibt, dann werde ich mich auch darüber hinaus umschauen“, sagte Hülkenberg der Deutschen Presse-Agentur im Interview. Der Rheinländer war bis Ende vergangener Saison für Renault gefahren und ist nun in einer Auszeit.

          Hülkenberg berichtete von verschiedenen Angeboten aus dem Motorsport. „Das ist beruhigend und positiv. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass der Hunger auf das Rennfahren weiter da ist und ich definitiv noch mal ins Lenkrad greifen werde“, sagte der Emmericher.

          Die geplante Budgetgrenze in der Formel 1 befürwortet Hülkenberg. „Die Differenz zwischen dem, was die großen Teams ausgeben wollen und die kleinen Teams ausgeben können, ist definitiv zu extrem geworden. Diese Schere klafft weit auseinander. Deshalb ergibt eine Budgetgrenze absolut Sinn und sollte auch kommen“, befand er. „Am Ende ist die Formel 1 Entertainment, und für gutes Entertainment muss ein Team meiner Meinung nach nicht hunderte von Millionen Dollar ausgeben.“ 133 Millionen Euro soll die Deckelung pro Team von 2021 an betragen, um die Kosten einzudämmen.

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