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Rennserie DTM : Eine Kopie als Erfolgsrezept?

  • -Aktualisiert am

Wer fährt da? GT-Rennwagen Mitte Oktober in Spielberg Bild: Imago

Etwas mehr als 600 PS, nur Profis am Steuer und startend in Zweierreihen: Die DTM geht in die neue Saison – offiziell ohne Audi und BMW. Die beiden bayrischen Autobauer wollen aber immerhin Motoren beisteuern.

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          Die Tourenwagen-Serie DTM steht vor dem großen Umbruch. Nach dem werksseitigen Ausstieg von Audi und BMW wird in der kommenden Saison statt mit teuren Prototypen mit günstigeren Sportwagen gefahren. Um ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem ADAC GT Masters zu erreichen, wollte DTM-Chef Gerhard Berger „ein bisschen Gewicht rausnehmen und mit dem Air-Restrictor für ein bisschen mehr Leistung nach oben gehen“. Auch sollte wie bislang aus dem Stand gestartet werden. Berger sprach in diesem Zusammenhang immer wieder von der speziellen DTM-DNA.

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          Am Montagabend hat der DTM-Rechteinhaber ITR die Rahmenbedingungen für die Zukunft vorgestellt. Von den ursprünglichen Ideen ist nichts übrig geblieben. Gestartet wird fahrend in Zweierreihen. An der Leistung mit etwas mehr als 600 PS wird es bei den Autos, die es bereits von Aston Martin, Audi, Bentley, BMW, Corvette, Ferrari, Lamborghini, Mercedes und Porsche gibt, keine Änderungen geben. Auch Fahrhilfen wie ABS und Traktionskontrolle bleiben an Bord.

          Damit haben sich die Hersteller durchgesetzt, die sich von Anfang an gegen Änderungen ausgesprochen hatten, die eine Weiterentwicklung nötig gemacht und damit Kosten verursacht hätten. „In den zahlreichen Gesprächen, die wir in den vergangenen Wochen mit interessierten Herstellern und Teams geführt haben, haben wir uns dazu entschieden, ABS und Traktionskontrolle zuzulassen“, wird Frederic Elsner, Event-Direktor bei der ITR, in einer Pressemitteilung zitiert.

          Mehr als 40 Teams hätten ihr Interesse an der Mitte September verkündeten neuen DTM Pro bekundet, sagte Berger in den vergangenen Wochen mit Stolz in der Stimme. Sie wissen jetzt, dass sie mit den Autos, mit denen sie im GT Masters und anderen internationalen GT3-Serien antreten können, auch in der DTM Pro fahren dürfen. Sicher ist, dass die DTM-Teilnehmer Audi und BMW Berger beim Neustart unterstützen werden. „Wir haben zugesagt, dass wir mindestens zwei Teams mit zwei Autos bringen werden“, sagt ein Audi-Sprecher.

          So konkret will sich BMW noch nicht festlegen. „Wir führen Gespräche mit einigen Teams. Wenn sie interessiert sind, müssen wir sehen, welchen Support wir ihnen geben können“, erläutert der scheidende Motorsportdirektor Jens Marquardt. Deshalb hat Serienchef Berger weitere Hersteller angesprochen: „Wir beäugen das Thema“, verrät ein Mercedes-Sprecher, „wir sind dafür offen, wenn alles zusammenpasst.“

          Im Gegensatz zu vielen anderen Serien mit GT-Fahrzeugen wird in der DTM allerdings weiterhin nur ein Fahrer zum Einsatz kommen. „Wir sind eine Serie, die vom Sprint-Format lebt, der ADAC ist ein Langstreckenformat mit Fahrertausch“, sagt Berger. Der frühere Formel-1-Pilot sucht den Unterschied. In der neuen DTM sollen weiterhin nur Profis am Steuer sitzen.

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