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Sieg bei Rallye Dakar : „Du bist die Nummer eins, King Carlos“

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Durch die Wüste erfolgreich: Carlos Sainz Bild: Reuters

Nach zwölf Etappen und 5096 Wertungskilometern setzt sich Carlos Sainz bei der Rallye Dakar durch. Es ist der dritte Triumph des 57-Jährigen nach 2010 und 2018 – und dennoch etwas Neues.

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          Fast wäre Carlos Sainz bei Real Madrid gelandet. In seiner Jugend absolvierte der Spanier ein Probetraining bei den Königlichen - es reichte aber nicht zum Fußballprofi. Stattdessen versuchte sich der Madrilene im Squash, krönte sich mit 16 Jahren zum Staatsmeister und startete erst dann seine beeindruckende Rallye-Laufbahn. Mit 57 Jahren genießt „El Matador“ den Status als spanischer Volksheld, das motorsportverrückte Land verehrt den „Stierkämpfer“. Sein jüngster Coup: Der dritte Triumph bei der Rallye Dakar.

          „Du bist die Nummer eins. King Carlos, eine Legende“, twitterte sein Sohn Carlos Sainz jr., selbst Formel-1-Pilot bei McLaren. Auch der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso, beim Dakar-Debüt auf Platz 13, gratulierte seinem Landsmann nach der Ziellinie ehrfürchtig: „Ein Champion, Glückwunsch!“ Papa Sainz war nach den zwölf Etappen und 5096 Wertungskilometern durch die Dünen Saudi-Arabiens erleichtert: „Ich bin sehr glücklich. Dahinter steckt sehr viel Arbeit und Training“, sagte er: „Diese Dakar war sehr hart, aber wir haben sie genossen. Wir haben vom ersten Tag an Vollgas gegeben.“

          Das ist auch sein Erfolgsgeheimnis. Sainz genießt den Ruf, nur sehr ungern seinen Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Teilweise geht er auch über das Limit, seine Erfolge bestätigen allerdings, dass sich die Risikobereitschaft auszahlt. Bereits 2010 (mit VW) und 2018 (mit Peugeot) hatte Sainz die härteste Wüstenrallye der Welt gewonnen. Nun trug sich der Alleskönner mit dem Triumph im Mini des deutschen Teams X-raid bei der ersten Ausgabe in Saudi-Arabien in die Geschichtsbücher ein. Der zweimalige Rallye-Weltmeister (1990, 1992) gewann mit Beifahrer Lucas Cruz vier Etappen, der Gesamtsieg beim umstrittenen Wüstenrennen war kaum in Gefahr.

          Ob Sainz nächstes Jahr noch einen Versuch - es wäre der 14. - bei der Dakar wagen wird? „Es ist noch zu früh, darüber nachzudenken“, sagte Sainz mit einem Lächeln, versicherte aber: „Ich habe immer noch Spaß.“ Auch seine Liebe für Real Madrid hat der Weinkenner nie verloren. Sainz besitzt seit vielen Jahren eine Dauerkarte beim spanischen Fußball-Rekordmeister, auch der Junior ist glühender Real-Fan. Es war wohl eine glückliche Fügung, dass der junge Sainz damals beim Probetraining durchfiel - und stattdessen zur Motorsport-Legende aufstieg.

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