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Motorrad-WM : Rätseln über Unfalltod von Salom

  • Aktualisiert am

Luis Salom: 1991-2016 Bild: dpa

Der 24 Jahre alte Luis Salom stirbt nach einem Trainingsunfall in Barcelona. Seine Familie spricht sich dennoch für eine Fortführung des Motorrad-Grand Prix aus.

          Nach dem Tod von Luis Salom rätseln die schockierten Piloten der Motorrad-WM über die Gründe für den schrecklichen Trainingsunfall des Spaniers in Barcelona. „Es sieht nach irgendeinem Defekt am Motorrad aus, sonst ist der Hergang schwer zu verstehen“, sagte MotoGP-Star Valentino Rossi vor dem Grand Prix an diesem Wochenende.

          Der 24 Jahre alte Moto2-Fahrer Salom war am Freitag direkt vor der Tribüne der Rossi-Fans in Kurve zwölf gestürzt und in die mit Luft gefüllten Barrieren gerast, die in solchen Fällen eigentlich das Schlimmste verhindern sollen. „Doch danach wurde er von seinem Motorrad getroffen“, berichtete Rossi unter Berufung auf einen Freund, der den Unfall beobachtet hatte.

          Trotz schneller Hilfe: Luis Salom stirbt am Freitag im Krankenhaus General de Catalunya. Bilderstrecke

          Der portugiesische Moto2-Pilot Miguel Oliveira, der zum Zeitpunkt des Unfalls hinter Salom fuhr, sagte: „Er war viel zu schnell, aber dort ist überall Asphalt und da lässt sich das Motorrad nur schwierig verlangsamen.“

          Gedrückte Stimmung im Lager

          Am Morgen des zweiten Trainingstages am Samstag herrschte auf dem Cicuit de Catalunya im Fahrerlager gedrückte Stimmung. Viele Piloten, Mechaniker, Ingenieure und das Personal des spanischen WM-Promoters Dorna stammen wie Salom aus Spanien. „Ich bin am Boden zerstört, traurig und sprachlos“, twitterte MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo.

          Saloms Familie sprach sich dennoch für eine Fortführung des Grand Prix aus. Die Rennleitung entschied auf Intervention etlicher Fahrer, wie bei der Formel 1 in Kurve zwölf eine Schikane einzubauen, durch die die Geschwindigkeit reduziert wird.

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