https://www.faz.net/-gu4-787zl

Motorrad-WM : Bradls Sturz, Folgers Ärger

  • Aktualisiert am

Nicht aufmerksam genug: Stefan Bradl Bild: AP

Missglückter Start in die Motorrad-WM für die deutschen Top-Piloten: In der MotoGP-Klasse stürzt Stefan Bradl. In der Moto3-Klasse kann Jonas Folger sich über Platz fünf nur ärgern. Besser lief es im Zwischensegment.

          Beim Motorrad-WM-Auftakt auf dem Losail International Circuit von Doha erlebte Stefan Bradl einen misslungenen Start. Der MotoGP-Pilot stürzte am Sonntag noch in der ersten Rennhälfte und schied aus.

          Jonas Folger war trotz eines fünften Platzes in der Moto3-Klasse unzufrieden. Eigentlich wollte der KTM-Pilot um den Sieg kämpfen, doch daraus wurde nichts. Zwar hielt sich der Bayer in der Spitzengruppe, den Sieger Luis Salom aus Spanien konnte er aber nicht gefährden.

          Mit derartigen Zielen waren Marcel Schrötter und Sandro Cortese erst gar nicht in das Rennen der Moto2-Kategorie gegangen. Am Ende herrschte in den Boxen der beiden Deutschen aber Freude. Schrötter holte als 13. zwei Punkte, Moto3-Weltmeister Cortese schnupperte bei seinem Debüt in der neuen Klasse zumindest an den Punkterängen und wurde 17. beim Sieg des WM-Favoriten Pol Espargaro aus Spanien.

          Rossi mit starkem Yamaha-Comeback

          Bradl lieferte sich danach erst ein Duell mit Superstar Valentino Rossi aus Italien, bei dem er aber den Kürzeren zog. Wenig später verlor er für einen kurzen Moment die Kontrolle über seine Honda, rutschte über das Vorderrad weg und landete im Kies. Nichts war es mit einem Angriff auf die Podestplätze, den sich der Zahlinger vorgenommen hatte. Völlig sauer zog er sich in seine Box zurück und wollte niemanden sehen.

          Rossi zeigte bei seinem ersten Rennen auf Yamaha nach zwei Jahren bei Ducati eine starke Leistung und katapultierte sich hinter seinem Teamkollegen und Titelverteidiger Jorge Lorenzo aus Spanien auf Rang zwei. Dabei musste er auch die harte Gegenwehr von MotoGP-Debütant Marc Marquez brechen, der Dritter wurde.

          Folger war ratlos. „Mein Hauptproblem war der Top-Speed. Ich musste sehen, dass ich an der Spitze dranbleibe. In den Kurven gelang das, auf der Geraden nicht. Egal, was ich gemacht habe, ich hatte nie eine Chance“, sagte er.

          Trotz eines guten Starts konnte er die Spitzengeschwindigkeiten der Spanier nicht mitgehen, ein kleiner Fahrfehler in Runde fünf ließ ihn dann auf Rang fünf zurückfallen. „Ich hatte mich gut gefühlt, das Setup passte. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat“, bemerkte er, blieb aber Optimist: „Ich habe Punkte gesammelt, das war wichtig. Und es kommen andere Strecken, die nicht so lange Geraden haben“, meinte Folger.

          Cortese und Schrötter zufrieden

          Schrötter war glücklich über seine ersten WM-Punkte in der Moto2. „Es war ein sehr gutes Wochenende. Klar hätte ich auch gern meine Startposition mit Platz neun verteidigt, aber in dieser Klasse geht es sehr hart zu“, beschrieb der Pflugdorfer das Getümmel, in dem er sich von Beginn an befand und behaupten musste. „Ich musste mehrfach zurückstecken und war bei einer Attacke von Alex de Angelis froh, dass ich sitzenbleiben konnte. Das hat mich aber gleich sechs Plätze gekostet“, erzählte Schrötter.

          Auch Cortese konnte im Rennverlauf einen Sturz geradeso vermeiden und war deshalb mit seinem Auftritt im Reinen. „Vielleicht bin ich am Anfang und auch später in einigen Situationen zu vorsichtig gewesen. Das hat mich um ein paar Plätze zurückgeworfen. Aber das ist ein Erfahrungswert, der erst kommen muss. Ich bin Lernender.“

          Weitere Themen

          Zverev als Matchwinner für Europa

          Laver-Cup : Zverev als Matchwinner für Europa

          Zverev bedankt sich bei Nadal und Federer für das Vertrauen, ihn als letzten Einzelspieler beim Laver-Cup für Europa gegen den Rest der Welt aufzustellen. „Das war ein unglaubliches Wochenende.“

          Topmeldungen

          UN-Klimagipfel in New York : War das alles, Frau Merkel?

          Mit ihrem Klimapaket enttäuschte die Bundesregierung viele. Auch in New York steht Merkel unter Rechtfertigungsdruck. Sie verweist auf die Bevölkerung – und den Unterschied zwischen Politik und Wissenschaft.

          AKK in Amerika : Im Leer-Jet zum Pentagon

          Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer reist zum ersten Mal nach Washington. Ihr Terminplan überrascht – vor allem, wen sie alles nicht trifft.

          Pendlerpauschale : Habecks Eigentor

          Es sei doch sympathisch, wenn Politiker mal zugeben, dass sie keine Ahnung haben, heißt es. Das stimmt – bei Robert Habeck und der Pendlerpauschale aber ist es fatal.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.