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Bei Rennen in Spanien : MotoGP-Star Marquez bei Sturz verletzt

  • Aktualisiert am

Rettungskräfte versorgen Marc Marquez nach dessen Sturz im Rennen in Jerez. Bild: Reuters

Der Weltmeister stürzt im ersten WM-Rennen des Jahres wenige Runden vor Schluss und bricht sich den Arm. Ein Start im nächsten Grand Prix ist unwahrscheinlich. Mehr Glück bei seinem Sturz hat ein deutscher Moto2-Pilot.

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          MotoGP-Weltmeister Marc Marquez hat sich bei seinem Sturz im WM-Auftaktrennen in Jerez den rechten Oberarm gebrochen. Der Spanier verlor am Sonntag vier Runden vor Rennende die Kontrolle über seine Honda und wurde von seinem Motorrad geschleudert. Beim Aufschlag zog sich der 27-Jährige die Fraktur zu. Marquez soll am Dienstag in Barcelona operiert werden, teilten die Veranstalter mit.

          Nach einem Ausrutscher in der Anfangsphase kämpfte sich der Spanier eindrucksvoll durchs Feld und landete wenige Runden vor Rennende abermals neben der Strecke. Der 27 Jahre alte Honda-Pilot musste mit einer Trage von der Unfallstelle gebracht werden. Der erste Karriere-Sieg des 21-jährigen Franzosen Fabio Quartararo in der MotoGP geriet beinahe zur Nebensache. Es war das erste WM-Rennen dieses Jahres in dieser Klasse.

          Bis zum zweiten Grand Prix des Jahres hat er kaum Erholungszeit. Schon am Freitag stehen die ersten Trainings zum Grand Prix von Andalusien ebenfalls in Jerez auf dem Plan. Ein Start von Marquez gilt daher als äußerst unwahrscheinlich. Ein Verzicht wäre bitter für den überragenden Fahrer der vergangenen Jahre. Wegen der Coronavirus-Absagen umfasst der Kalender nur 13 statt 20 Rennen. Entsprechend schwierig wäre es für den Titelverteidiger, den Rückstand auf seine Verfolger aufzuholen.

          Schrötter stürzt in Moto2

          Etwas mehr Glück bei seinem Sturz hatte der deutsche Moto2-Pilot Marcel Schrötter. Nach einem guten Start endete das Rennen für den 27 Jahre alten Bayer allerdings viel zu früh. „Die Rückkehr zum Rennsport hielt leider ein unglückliches Ende bereit“, meinte er. Nach nur sieben Runden beim Grand Prix von Spanien war Schrötter im Kiesbett gelandet. Bei dem Sturz in einer der schnellsten Kurven blieb er unverletzt.

          Von Startplatz sieben aus hatte sich der Kalex-Pilot bei Temperaturen von über 30 Grad bis auf die vierte Position vorgearbeitet und lieferte sich ein hartes Duell mit Ex-MotoGP-Pilot Sam Lowes. Als das Vorderrad beim Einbiegen in die elfte Kurve die Haftung verlor, konnte Schrötter sein Motorrad nicht mehr auf der Strecke halten.

          Die extreme Hitze in Südspanien erschwerte allen Fahrern die Arbeit enorm. Bei über 50 Grad Celsius Asphalttemperatur stießen die Reifen nicht nur an Schrötters Maschine an ihre Grenzen. Der Italiener Luca Marini holte sich bei der Hitzeschlacht in Andalusien auf einer Kalex den Sieg. Sein japanischer Marken-Kollege Tetsuta Nagashima verteidigte mit Platz zwei die WM-Führung. Er hatte den bislang einzigen Lauf des Jahres am 8. März in Doha in Katar gewonnen.

          Schrötter durfte sich trösten, dass er in Jerez schnell die Möglichkeit zur Wiedergutmachung bekommt. „In einer Woche haben wir beim Andalusien-Grand-Prix eine neue Chance“, sagte er. Am kommenden Wochenende wird die Saison auf demselben Kurs fortgesetzt, bevor der WM-Zirkus ins tschechische Brünn reist. In der WM-Wertung rutschte Schrötter auf die 13. Position ab. Beim ersten Rennen in Katar war er Siebter geworden.

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