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MotoGP : Es passt nicht alles bei Bradl

  • Aktualisiert am

Vierter in Austin: Stefan Bradl Bild: dpa

Startplatz drei ist für Stefan Bradl eine gute Ausgangsposition beim Motorrad-Grand Prix in Austin. Am Ende reicht es aber nicht für einen Podestplatz, weil in einem verrückten Rennen nicht alles nach Wunsch läuft.

          Nach der Zieldurchfahrt ließ Stefan Bradl den Kopf hängen. Der Zahlinger MotoGP-Pilot war beim Grand Prix von Amerika im texanischen Austin auf dem besten Weg, seinen zweiten Podestplatz in der Königsklasse zu erkämpfen. Am Ende aber wurde es „nur“ Platz vier. Nach dem Ausfall in Katar aber setzte der 24-Jährige ein Zeichen. Plätze auf dem Siegerpodest scheinen nach der Vorstellung in den Vereinigten Staaten in absehbarer Zeit möglich.

          In einem vom Start weg verrückten Rennen musste sich Bradl erst einmal finden. Denn der Spanier Jorge Lorenzo schockte die Konkurrenz mit einem so noch nicht erlebten Frühstart. Die Irritation hatte auch den auf Startplatz drei stehenden Deutschen ergriffen, der zunächst auf Rang sechs zurückfiel. Er machte dann im Zusammenspiel mit dem neunmaligen Champion Valentino Rossi Boden gut.

          Als dieser wegen eines Elektronikproblems zurückfiel, sah alles nach einem dritten Platz hinter den Spaniern Marc Marquez und Daniel Pedrosa aus. Doch dann ließ Bradls Vorderreifen sichtbar nach, so dass der Italiener Andrea Dovizioso auf der eigentlich unterlegenen Ducati noch am Honda-Piloten aus dem bayrischen Schwabenland vorbeifahren konnte.

          Durchwachsen verlief das Wochenende für das deutsche Moto2-Trio. Als Bester kam Marcel Schrötter auf Rang neun. Der Pflugdorfer fuhr solide, konnte jedoch nach vorn keine Akzente setzen. „Es war nicht schlecht, aber eben auch nicht überragend. Jetzt haben wir eine Hausnummer, darauf lässt sich aufbauen“, sagte der Bayer.

          „Es war einfach nicht mein Wochenende“

          Sandro Cortese holte als 14. zwei WM-Punkte und war danach bedient. Denn in Austin lief es alles andere als nach Wunsch. Sturz im Training, Sturz im Qualifying bei einer wahrscheinlich überragend schnellen Runde, die ihm durchaus die erste Startreihe eingebracht hatte. Und im Rennen gab es in Runde eins eine Massenkarambolage, die ihn zum Stehen brachte.

          Die spätere Aufholjagd brachte ihn zwar bis auf Rang 13 nach vorn, dort war aber schließlich Endstation. „Es war einfach nicht mein Wochenende. Auf einer Strecke, auf der ich ohnehin nicht so gut zurechtkomme, muss alles passen, um auf einen grünen Zweig zu kommen. Und das passte diesmal eben nicht“, bemerkte Cortese.

          Nichts zu holen für deutsche Moto3-Piloten

          Auch Jonas Folger haderte. Er startete von Position sieben und verbremste sich in Kurve eins, so dass er zurückfiel. Beim anschließenden Versuch, wieder nach vorn zu kommen, rutschte er aus und musste das Rennen bereits in der vierten Runde aufgeben. Der Spanier Maverick Viñales, ebenso wie Folger Moto2-Debütant, gewann überraschend.

          Nichts zu holen aus deutscher Sicht gab es für die beiden Moto3-Fahrer. Philipp Öttl enttäuschte wie bereits beim Saisonauftakt in Qatar und wurde 20. Luca Grünwald fabrizierte einen Fehlstart, bekam eine Durchfahrtsstrafe und belegte beim zweiten Sieg des Australiers Jack Miller schließlich Rang 23.

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