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Rennen fahren trotz Handicap : Mit Down-Syndrom bei der Rallye Dakar

  • Aktualisiert am

Trotzt allen Hindernissen: Lucas Barron nimmt an der Rallye Dakar teil. Bild: AFP

Lucas Barron schreibt bei der Rallye Dakar Geschichte: Der 25 Jahre alte Peruaner ist der erste Teilnehmer mit Down-Syndrom. Dabei trägt er viel Verantwortung. Und er hat ein klares Ziel.

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          Lucas Barron schraubt eifrig an seinem Fahrzeug, sein Vater Jacques schaut ihm freudestrahlend zu. Für Lucas geht in diesem Jahr ein Traum in Erfüllung. Im von zahlreichen besonderen Geschichten geprägten Starterfeld der Rallye Dakar sticht der 25-Jährige noch einmal heraus. Barron ist der erste Dakar-Teilnehmer mit Down-Syndrom.

          Sport spielte für Barron trotz seiner Behinderung schon immer eine wichtige Rolle. Ob Schwimmen, Fußball, Radfahren, Surfen oder Wasserski – der Peruaner probierte sich in verschiedenen Disziplinen aus. „Menschen mit Down-Syndrom können verschiedene Fähigkeiten entwickeln. Lucas kann jeden Sport machen“, erklärte Papa Jacques der Nachrichtenagentur AFP.

          Lucas‘ persönliches Highlight wartet aber nun bei der weltbekannten Wüstenrallye, die erstmals ausschließlich durch Barrons Heimatland führt. „Das Rennen ist brillant für mich. Es wird einfach, denn wir kennen die Route“, sagte er.

          Selbst wird Barron aber nicht am Steuer sitzen. Er agiert als Beifahrer für seinen Vater, der bereits fünfmal an der Dakar teilgenommen hat. Anderthalb Jahre hat das Duo gemeinsam trainiert. Zusammen fuhren sie im vergangenen September das Desafio Inca Race, ein wichtiges Vorbereitungsrennen für die Dakar. Im Gesamtklassement landete das Vater-Sohn-Gespann auf dem siebten Rang.

          „Lucas‘ Augen sind die Augen des Autos, die verhindern, dass wir mit anderen Objekten kollidieren“, sagte Jacques Barron. Probleme mit dem Veranstalter ASO habe es bei der Nominierung seines Sohnes nicht gegeben. Wie alle anderen Fahrer auch musste Lucas die medizinischen Tests bestehen und die notwendigen Unterlagen einreichen. Zudem habe sein Sohn die Lizenz, um an der Rallye teilnehmen zu dürfen, erklärt Barron.

          Bei der Dakar gehen die Barrons mit einem Allrad-Buggy an den Start. Lucas navigiert seinen Vater dabei und hat die Technik des Boliden im Blick. „Ich helfe ihm dabei, auf den Motor, die Straße und die Reifen zu achten“, sagte er. Von seiner durch eine Genommutation verursachten Behinderung ist dabei nichts zu spüren.

          Für die Dakar haben sich die beiden vor allem ein Ziel gesetzt: Ankommen. Vom Start in Lima am Montag bis zum Ziel zehn Tage später muss das Gespann 5600 Kilometer zurücklegen. Unterstützung erhalten sie dabei von einem der prominentesten Starter. Der Franzose Cyril Despres, fünfmaliger Sieger der Motorrad-Wertung und einer der Favoriten auf den Triumph in der Auto-Klasse 2019, drückt die Daumen. „Despres hat mir auf Facebook geschrieben und mir gratuliert“, sagte Lucas Barron.

          Bild: dpa / dakar.com

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