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Aus in Formel 2 : Kurioser Zwischenfall stoppt Mick Schumacher

  • Aktualisiert am

Mick Schumacher kann das Rennen in Spielberg nicht beenden (Bild von 2019). Bild: dpa

Mick Schumacher möchte sich in der Formel 2 für den Schritt in die Königsklasse des Motorsports empfehlen. Bislang läuft es aber nicht rund. Nun beendet ein kurioses Problem sein Rennen in Österreich.

          2 Min.

          Mick Schumacher versuchte alles, es galt schließlich, Platz drei zu festigen und sich von dort weiter vorzuarbeiten. Hektisch wischte er die Schaumflocken, die ihn und das Cockpit seines Autos bedeckten, zur Seite, doch es war ein sinnloses Unterfangen. Schumacher sah das schnell ein, nach 14 von 28 Runden war das zweite Formel-2-Rennen in Spielberg für den 21-Jährigen beendet. Resigniert ließ der Sohn des großen Champions seinen Prema ausrollen, frustriert stieg er aus – wieder kein Podestplatz für den jungen Mann mit dem berühmten Namen.

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          „Das war echt unglücklich, aber unsere Renngeschwindigkeit war wieder stark“, befand er. Schumachers Erklärung nach hatte sich ein Stück vom Reifengummi gelöst und einen kleinen Notschalter auf der rechten Seite des Autos getroffen, der den Feuerlöscher auslöst. „Statistisch gesehen kann das einmal in zehn Jahren in einem Rennen passieren“, erläuterte Schumacher weiter. Seine Formel-2-Karriere steht unter keinem guten Stern. In seinem zweiten Jahr im Unterbau der Formel 1 hat er bislang erst einen Platz auf dem Treppchen zu Buche stehen – im August 2019 gewann er das Sprintrennen in Budapest. Danach war er immer wieder dicht dran, scheiterte aber oft an eigenen Fehlern oder an technischen Problemen.

          Dabei überzeugt Mick Schumacher durchaus mit guten Leistungen. Im Hauptrennen am Samstag in Spielberg kämpfte er sich im Regen von Startplatz neun auf Position vier nach vorne und verpasste das Podest am Ende um gerade mal 0,1 Sekunden. Am vergangenen Wochenende warf er dagegen einen sicher scheinenden zweiten Platz im Hauptrennen durch einen Dreher weg, letztlich war ein siebter Platz im Sprintrennen die einzige zählbare Ausbeute. Das Rennen am Sonntag in Spielberg gewann der Däne Christian Lundgaard (ART) vor Dan Ticktum (Großbritannien/DAMS) und Marcus Armstrong (Neuseeland/ART). Samstagssieger Robert Schwarzman (Russland), Prema-Teamkollege von Schumacher, schied nach einem Dreher bereits in der ersten Runde aus.

          Eine Runde vor dem unglücklichen Zwischenfall mit dem Feuerlöscher hatte sich Schumacher gerade auf den dritten Platz vorgearbeitet. Von Platz fünf gestartet, hatte er sich sofort um eine Position verbessert und dann rundenlang den vor ihm fahrenden Armstrong belauert. In der 13. Runde schob sich Schumacher mit einem gekonnten Manöver vorbei und wollte zur Jagd auf das Führungsduo ansetzen – dann stoppte ihn der Feuerlöscher. Der angepeilte Weg in die Formel 1 ist nach wie vor steinig, in der Gesamtwertung der Formel 2 rangiert Schumacher mit 14 Punkten aus vier Saisonrennen unter „ferner liefen“. Zu wenig, um sich für ganz oben aufzudrängen, zumal drei seiner Teamkollegen aus der Ferrari Driver Academy deutlich vor ihm plaziert sind.

          Besser macht es derzeit der 20 Jahre alte David Beckmann (Hagen) in der Formel 3. In beiden Rennen des Spielberg-Wochenendes belegte Beckmann Platz drei, am Samstag lag er damit unmittelbar hinter seinem Trident-Teamkollegen Lirim Zendeli (Bochum). Dass ein großer Name keine Garantie für Erfolg ist, muss auch David Schumacher (Bergheim/Charouz) feststellen. Der Sohn des früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher verbuchte in Spielberg die Plätze zwölf und 17. Sophia Flörsch (Grünwald/Campos) wurde am Samstag 19. und schied am Sonntag nach einer Kollision und einem anschließenden Dreher in der zwölften Runde aus.

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