https://www.faz.net/-gu4-8mfxp

Motorsport : Marco Wittmann gewinnt die DTM 2016

  • Aktualisiert am

Marco Wittmann gewinnt die 2016 Bild: dpa

Marco Wittmann gewinnt zum zweiten Mal die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft. Seinem Konkurrenten reicht im Schlussspurt nicht einmal ein Sieg.

          2 Min.

          Marco Wittmann zeigte nach dem zweiten DTM-Titel seiner Karriere Größe und gratulierte dem unterlegenen Edoardo Mortara noch aus dem Auto heraus. Auf der Ehrenrunde setzte er seinen BMW neben den Audi-Fahrer und reckte den Daumen nach oben. Sekunden zuvor noch hatte er seiner Freude über die Meisterschaft im Deutschen Tourenwagen Masters laut herausgeschrien: „Yes, Baby“, funkte Wittmann und schlug vor Freude aufs Lenkrad. „Danke Jungs, unglaublich. Zum zweiten Mal Champion.“

          Der zukünftige Mercedes-Fahrer Mortara gewann das Rennen auf dem Hockenheimring am Sonntag zwar, kam aber nur bis auf vier Punkte an Wittmann heran. Der steuerte seinen BMW auf Platz vier und belohnte sich nach einer erneut bemerkenswert konstanten Saison mit dem zweiten DTM-Titel nach 2014. „2014 waren wir wesentlich stärker, dominanter und haben mehr Siege einfahren können. 2016 haben wir uns schwerer getan, da musst du einfach clever sein. Eine Wahnsinns-Saison“, sagte Wittmann der ARD.

          Hinter Mortara, dessen Wechsel zu Mercedes noch nicht offiziell bestätigt ist, kamen seine zukünftigen Markenkollegen Christian Vietoris und Paul Di Resta auf die Plätze zwei und drei und sorgten damit für ein versöhnliches Saison-Ende für den Autobauer aus Stuttgart. Denn Mercedes wurde auch in der Herstellerwertung nur Dritter. Audi gewann vor BMW und konnte auch die Team-Wertung mit Abt für sich entscheiden. „Ich bin froh, dass das so für euch geklappt hat“, teilte Mortara seinem Noch-Arbeitgeber über Funk mit.

          Für Wittmann ist die Meisterschaft die Krönung einer erneut souveränen Saison. Nur drei Mal blieb der Franke 2016 ohne Punkte - inklusive der Disqualifikation von Budapest. In drei Vierteln aller Rennen seiner DTM-Karriere kommt Wittmann in die Top Ten, seine Quote für beendete Wettfahrten ist noch beeindruckender: Vor dem letzten Lauf am Sonntag lag die bei 96 Prozent. So gut wie er kommt keiner seiner BMW-Kollegen mit dem vor drei Jahren eingeführten M4 zurecht. Fast immer war seiner der beste BMW an den Wochenenden.

          Am Start standen Wittmann und Mortara in Reihe drei direkt nebeneinander. Wittmann kam gut los - Mortara dagegen fiel noch vor der ersten Kurve zurück auf Rang acht. Mit maximaler Aggressivität arbeitete er sich aber sofort zurück auf Platz sechs und war nach drei Runden Vierter. Das Problem aus Sicht des Italieners: Wittmann war zu diesem Zeitpunkt bereits Dritter und hatte hinter dem Führungsduo Antonio Felix da Costa und Gary Paffet beste Aussichten auf seine zweite Meisterschaft.

          Mortara aber war nicht zu bremsen und übernahm nach sechs Runden die Führung. Vorausgegangen war ein Unfall zwischen dem Mercedes von Paffett und dem BMW von Felix da Costa. Der Portugiese rutschte dabei von der Strecke, Paffett kassierte eine Durchfahrtsstrafe.

          Aber selbst als Zweiter hinter Mortara musste sich Wittmann keinerlei Sorgen machen. Auf den Plätzen drei bis 13 folgten nur BMW und Mercedes - die dem 26-Jährigen keinen Druck machten. Auf Schützenhilfe seiner Audi-Kollegen konnte Mortara nur durch Verschiebungen nach den obligatorischen Reifenwechseln hoffen.

          Die gab es dann auch tatsächlich. Mortara verteidigte seinen Spitzenplatz, Wittmann aber musste sich nach den Boxenstopps von Christian Vietoris, Paul Di Resta (beide Mercedes) und zunächst auch Tom Blomqvist (BMW) überholen lassen und war damit Fünfter. Weiter zurückfallen durfte er damit nicht mehr. Doch Wittmann ließ sich davon nicht verunsichern, überholte Blomqvist und steuerte auf Rang vier seinem zweiten Titel entgegen.

          Weitere Themen

          Heftige Kritik an geplanter Super League Video-Seite öffnen

          UEFA : Heftige Kritik an geplanter Super League

          Nach den Plänen der Vereine, die die Super League wollen, soll der Spielbetrieb so bald wie möglich starten. Bei der UEFA und den deutschen Top-Clubs stießen diese Pläne auf große Kritik.

          Topmeldungen

          Am 19.4.21 ging es bei „Hart aber fair" um Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen. V.l. :Anton Hofreiter (B‘90Grüne), Helene Bubrowski (F.A.Z).

          TV-Kritik: Hart aber fair : Toll!

          Auf Pro Sieben gab es eine bemerkenswerte Neuerung: Dort verzichteten die Interviewer gleich gänzlich auf jeglichen Anschein des Denkens. Damit jedoch könnten sie die politische Reklame der Grünen kurioserweise auf den Punkt gebracht haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.