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Formel-1-Testfahrerin : Susie Wolff beendet ihre Karriere

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Auf einen Renneinsatz in der Formel 1 hoffte die Schottin vergeblich. Bild: Picture-Alliance

Der Durchbruch in der Formel 1 blieb Susie Wolff versagt. Die Schottin verabschiedet sich aus dem Motorsport. Schlusspunkt wird das Race of Champions. Eine Portion Bitterkeit bleibt.

          1 Min.

          Auf einen Renneinsatz in der Formel 1 hat Susie Wolff vergeblich gehofft. Die Schottin beendet nach der laufenden Formel-1-Saison ihre Motorsport-Karriere. „So oft im Leben kommt es auf das Timing an. Ganz besonders in meiner Welt. Für mich ist die Zeit gekommen, den Helm an den Nagel zu hängen“, erklärte die 32-Jährige am Mittwoch vor den abschließenden Grand Prix in Brasilien und Abu Dhabi.

          Wolff war nach der Italienerin Giovanna Amati die erste Frau nach 22 Jahren in einem Formel-1-Training, als sie im Juli 2014 beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone für Williams Übungsrunden absolvieren durfte. „Ihre Rückmeldungen zum Auto und ihr Wissen über das Auto waren ein wichtiger Teil unser jüngsten Entwicklung“, lobte sie die stellvertretende Teamchefin Claire Williams.

          Die Ehefrau von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff war im April 2012 als Entwicklungsfahrerin bei dem britischen Rennstall angestellt worden. Im März dieses Jahres holte Williams noch den Gräfelfinger Adrian Sutil als Testpilot - ein Rückschlag für die Ambitionen der Frau aus Oban.

          Susie Wolff, geborene Stoddart, hatte 2006 ihr Debüt im Deutschen Tourenwagen Masters gefeiert. Ihr letztes Rennen überhaupt werde sie mit dem Race of Champions bestreiten, kündigte sie nun an. Es findet am 20. und 21. November im ehemaligen Olympiastadion von London statt.

          „Für mich ist die Zeit gekommen, den Helm an den Nagel zu hängen“: Susie Wolff. Bilderstrecke

          „Als ich acht Jahre alt war, begann ich auf einer Kartbahn an der Westküste Schottlands meine Runden zu drehen. So scheint es mir eine passende Gelegenheit zu sein, bei meinem letzten Rennen unter schottischer Flagge gegen einige der weltbesten Fahrer anzutreten“, erklärte sie. Wolff blickte mit einem gewissen Stolz auf ihre Zeit in der Königsklasse des Motorsports zurück. „Es war eine unglaubliche Reise mit Höhen und Tiefen. Ich fühle mich privilegiert, dass ich meine Leidenschaft zu meinem Beruf machen konnte“, schrieb Wolff in einem Blog für die „Huffington Post“.

          Eine Portion Bitterkeit konnte sie allerdings nicht verhehlen. „Ich kann nur sagen, dass ich alles gegeben habe. Doch frage ich mich heute: Ist die Formel 1 für eine leistungsfähige Rennfahrerin bereit, die auf höchstem Niveau mithalten kann? Ja. Ist dies auch als Frau erreichbar? Auf jeden Fall. Wird dies bald geschehen? Leider nein“, klagte Wolff über die Männerdomäne Formel 1. Sie will nun junge Frauen im Motorsport unterstützen.

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