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Pressestimmen zur Formel 1 : „Was ist nur mit Vettel los?“

  • Aktualisiert am

Wieder kein erfolgreiches Wochenende: Sebastian Vettel Bild: dpa

Die Medien verneigen sich vor Lewis Hamilton nach seinem Heimsieg in Silverstone. Kritik gibt es an Sebastian Vettel, der Max Verstappen in den Wagen fährt. Vor allem die italienische Presse findet deutliche Worte.

          Das Formel-1-Rennen im britischen Silverstone hat Lewis Hamilton gewonnen und seine WM-Führung ausgebaut – Sebastian Vettel erlebt bei diesem zehnten Saisonlauf indes ein neues Debakel. Internationale Medien kommentieren den Großen Preis von Großbritannien wie folgt:

          Großbritannien

          Telegraph: „Sebastian Vettel wirkt wie ein Fahrer, der die Richtung verloren hat. Die Gerüchte über seinen frühen F1-Ausstieg werden immer lauter. Er ist nur noch eine blasse Kopie jenes Mannes, der vier WM-Titel mit Red Bull gewann. Lewis Hamilton schätzt einen glitzernden Lifestyle und Hollywood-Partys, aber nur hier in Silverstone fühlt er sich geliebt. Und hier war er wieder einmal eine Klasse für sich.“

          Guardian: „Mit dem Union Jack auf den Schultern stieg Lewis Hamilton auf das Podium, er wollte keinen Zweifel daran lassen, dass dieser Sieg für seine Fans, für sein Heimatland war. Und übrigens: Was ist eigentlich mit Vettel los?“

          Sun: „Hamilton überquerte die Ziellinie 25 Sekunden vor Bottas, aber erst das Safety Car hatte ihn in diese komfortable Position gebracht. Unfassbar: Vettel kracht Verstappen einfach ins Heck. Ferrari hat ein ernsthaftes Problem.“

          Daily Mirror: „In einem Rennen, das durchaus den Preis als Rennen des Jahres gewinnen könnte, zelebrierte Hamilton den 80. Sieg seiner Karriere wie ein König. Aber was macht Vettel da? Der Ferrari-Man verliert die Kontrolle und kommt vom Weg ab.“

          Formel 1

          Italien

          Gazzetta dello Sport: „Ferrari hat einen neuen Leader. Leclerc dominiert die Show, während Vettel wieder einmal desaströs ist. Leclerc ist Protagonist eines außerordentlichen Duells mit Verstappen, er ist kämpferisch und energisch, obwohl sein Auto nicht das schnellste ist. Leclerc ist wunderbar, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung. Er hat endgültig das Herz der Ferrari-Fans erobert.“

          Corriere dello Sport: „Leclerc wie einst Gilles Villeneuve: Der Krieger Charles schafft zwei geniale Überholmanöver. Leclerc gewinnt den Guerrillakampf zwischen Ferrari und Red Bull. Angriffslustig und tödlich in der Verteidigung, Leclerc hat Nerven aus Stahl, er wächst und wächst und hat noch viel Potenzial. Vettel, wie schade! Wieder eine Blamage für Sebastian.“

          Tuttosport: „Ein Sonntag zum Einrahmen für Hamilton, der wieder einmal der unangefochtene König der F1 ist. Vettel ruiniert einen tollen Start, indem er den Angriff auf Verstappen völlig verpatzt. Vettel entschuldigt sich bei dem Niederländer, doch seine Pechsträhne nimmt kein Ende.“

          Corriere della Sera: „Vettel verliert wieder einmal den Kopf. Während der Youngster Leclerc an Prestige gewinnt, scheint der viermalige Weltmeister Vettel nicht in der Lage, die Wiederholung bereits begangener Fehler zu vermeiden. Wie ein Kind reagiert er übereilig und schlecht auf eine direkte Bedrohung. Leclerc bewegt sich dagegen mit genau der Sicherheit, die sein Kapitän verloren hat.“

          La Repubblica: „Vettel, traurig und zerstreut. Seit viel zu langer Zeit ist er nicht mehr der Fahrer, der viermal Weltmeister war. Das spektakulärste Rennen der Saison bestätigt die klare Überlegenheit von Mercedes. Der kleine Prinz Leclerc ist der Pilot des Tages. Sein Duell mit Verstappen war einer der spannendsten Momente des Rennens.“

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