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Abenteuer Rallye Dakar : Das große Ziel des Fernando Alonso

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Mit Schwung durch den Sand: Fernando Alonso mit Marc Coma bei der Rallye in Marokko. Bild: Picture-Alliance

Nach seinem Ende in der Formel 1 versucht sich Fernando Alonso im Sand der Wüste. Bei der Rallye Dakar in Saudi-Arabien erwartet ihn ein wilder Ritt. Priorität im Jahr 2020 hat aber noch ein anderes Rennen.

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          Sand statt Asphalt, schier endlose und unbekannte Wüsten statt vertraute Rennstrecken: Fernando Alonso wagt sich bei der Rallye Dakar in Saudi-Arabien auf völlig neues Terrain. Beim am Sonntag beginnenden legendären Wüstenrennen hat der zweimalige Formel-1-Weltmeister nur ein großes Ziel: Ankommen. „Ich denke nicht an den Sieg. Dafür bin ich noch nicht bereit, weil mir die Erfahrung fehlt“, sagte der Spanier im Vorfeld: „Dessen bin ich mir vollkommen bewusst.“ Alonso wird bei seinem Debüt zwar nicht der Schnellste sein, der 38-Jährige peilt nach den zwölf Etappen von Dschidda nach Qiddiyah neben der Zielankunft aber auch „eine gute Position“ an.

          Insgesamt muss Alonso bei der ersten Ausgabe in Saudi-Arabien in seinem Toyota-Werksauto fast 7900 Kilometer zurücklegen, davon etwa 5000 in Wettkampfgeschwindigkeit. Unterstützt und navigiert wird er dabei von seinem Ko-Piloten und Landsmann Marc Coma, selbst fünfmaliger Dakar-Sieger auf dem Motorrad. Zur Vorbereitung auf sein nächstes großes Abenteuer reiste Alonso unter anderem nach Namibia, Südafrika und Marokko. Zum Training, das bitter nötig ist. Denn die Formel 1 und die Rallye Dakar „könnten gar nicht weiter auseinander liegen“, erklärte der Formel-1-Weltmeister von 2005 und 2006. Die Dakar sei „die extremste Disziplin“ im Motorsport.

          Erstmals hatte Alonso seinen Toyota Hilux bereits im August 2018 getestet, wenige Monate vor seinem Ausstieg aus der Formel 1. Bei der Rallye Marokko im vergangenen Oktober kam er bei drei Etappen unter die Top 10 – war aber auch in einen Unfall verwickelt. Der besonderen Herausforderung bei der härtesten Wüstenrallye der Welt ist sich Alonso also bewusst: „Jeder Meter ist neu. Die Konzentration ist auf einem ganz anderen Level, wenn du täglich acht oder neun Stunden im Auto sitzt.“

          Bild: dpa, Veranstalter

          Auch Dakar-Chef David Castera traut Alonso bei dessen Debüt noch nicht den ganz großen Wurf zu. „Er wird Zeit brauchen. Er muss lernen, demütig zu sein“, sagte Castera im Interview mit motorsport-total.com. Allerdings ist Alonso immer für eine Überraschung gut, laut Castera könnte er durchaus eine Etappe gewinnen.

          Nach der Rallye Dakar will Alonso als erst zweiter Fahrer nach Graham Hill die „Triple Crown“ des Motorsports erobern. Dafür benötigt er einen Sieg bei den 500 Meilen von Indianapolis – das Formel-1-Rennen in Monaco (2006, 2007) sowie die 24 Stunden von Le Mans (2018, 2019) hat der Allrounder bereits gewonnen. Das legendäre Ovalrennen in den Vereinigten Staaten im Mai 2020 sei deshalb seine Priorität. „Dieses Rennen will ich jetzt gewinnen“, sagte Alonso. Davor steht allerdings noch ein wilder Ritt durch die Dünen von Saudi-Arabien auf dem Programm.

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