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Rallye Dakar : Al-Attiyah gewinnt zum zweiten Mal

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Auch zu Wasser der Schnellste: Das Sieger-Fahrzeug der Dakar Bild: AP

Der Qatarer Nasser Al-Attiyah hat wie schon 2011 die Rallye Dakar gewonnen. Beim Offroad-Abenteuer in Südamerika steuerte der 44-Jährige das überlegene Auto. Al-Attiyah ist ein sportliches Multitalent.

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          Mit seinem zweiten Sieg bei der Rallye Dakar hat Nasser Al-Attiyah seinen brennenden Rennfahrer-Ehrgeiz gestillt. „Dieses Jahr müssen wir gewinnen“, hatte der Katarer vor dem Start des 9000 Kilometer langen Offroad-Abenteuers in Südamerika betont. Am Samstag in Buenos Aires war der 44-Jährige am Ziel, vier Jahre nach seinem ersten Triumph bei der legendären Dakar-Rallye. Mit der Hilfe seines neuen Co-Piloten Matthieu Baumel führte er das wieder einmal überlegene X-raid-Team aus Hessen zum vierten Erfolg in Serie.

          Nach der Enttäuschung des Vorjahres, als er sich mit Rang drei begnügen musste, hatte sich Al-Attiyah mit aller Macht auf das Rennen vorbereitet. „Die Dakar liegt mir sehr am Herzen“, beteuerte der Mini-Pilot. Seine einzige Leidenschaft ist die Rallye indes nicht. Al-Attiyah ist auch ein begnadeter Sportschütze. Diese Kunst lernte er einst von seinem Vater. 1996 in Atlanta gab er sein Olympia-Debüt, in London 2012 gewann er mit Bronze im Skeet-Wettbewerb endlich die ersehnte Medaille.

          Der Fan des mit Millionen aus Katar aufgepumpten Fußballclubs Paris Saint-Germain nimmt seine sportlichen Unternehmungen ernst. „Er lächelt viel, ist oft ein Spaßvogel, aber wenn er sich hinter das Steuer setzt, dann geht es zur Sache und nur der Sieg zählt“, heißt es im Fahrer-Porträt auf der offiziellen Dakar-Seite. Im Franzosen Baumel, seinem sechsten Co-Piloten bei der zehnten Dakar-Teilnahme, hat er den perfekten Partner gefunden. „Nasser hört auf das, was man ihm sagt. Er nimmt die Ideen auf und setzt sie um“, lobte Baumel, der für die Kommunikation selbst auch etwas Arabisch lernte.

          Von Pannen verschont

          Grundlage für den Erfolg war jedoch Al-Attiyahs Rückkehr zum X-raid-Team, für das er bereits zwischen 2005 und 2009 gefahren war. Wie 2011 bei seinem Triumph im VW Race Touareg war diesmal auch der Turbodiesel-Mini mit Allradantrieb das dominante Auto der Dakar. Bei elf der 13 Etappen in Argentinien, Bolivien und Chile siegte ein Mini des hessischen Rennstalls. Auf dem Schlussabschnitt nach Buenos Aires, der wegen heftigen Regens auf 34 Kilometer verkürzt worden war, konnte zwar Robby Gordon im Hummer gewinnen, auf den Endstand aber hatte das keinen Einfluss mehr. „Der Mini ist ganz klar das beste Auto für die Dakar, solide und verlässlich“, befand Al-Attiyah.

          Nur eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe auf der ersten Etappe bremste ihn auf dem Weg zum Sieg kurz ein. Doch schon auf dem zweiten Tagesabschnitt holte er sich die am Grünen Tisch verlorene Führung zurück und gab sie nicht mehr her. Dabei profitierte Al-Attiyah auch vom Pech seines Teamkollegen Nani Roma. Der mit großen Hoffnungen gestartete Vorjahressieger wurde schon nach wenigen Kilometern wegen eines Defekts aussichtslos zurückgeworfen.

          Al-Attiyah blieb dagegen von Pannen verschont. „Es ist kein einfaches Rennen: Alles ist ziemlich komplex und man muss genau überlegen, was man tut, und die Erfahrung voll ausnutzen“, erklärte er die Herausforderung Dakar, die wohl härteste Prüfung im Motorsport. Al-Attiyah hat sie auf beeindruckende Weise gemeistert, sein Vorsprung auf Giniel de Villiers aus Südafrika und dessen deutschen Co-Piloten Dirk von Zitzewitz im Toyota auf Rang zwei betrug am Ende satte 35 Minuten.

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