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Motorsport in Corona-Krise : Formel 1 fragt am Hockenheimring an

Für Sebastian Vettel und die Formel 1 könnte es am 5. Juli wieder losgehen. Bild: EPA

Absage in Frankreich, Start in Österreich: Die Rennserie nennt „Pläne ohne Gewähr“ für 15 bis 18 Grand Prix. Auch Hockenheim könnte in der verkürzten Formel-1-Saison eine Rolle spielen.

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          Nach der Absage des Großen Preises von Frankreich in Le Castellet an diesem Montag wegen der Pandemie hat das Formel-1-Management fast gleichzeitig einen neuen Kalender in Aussicht gestellt: „Wir planen mit Rennen in Europa in den Monaten Juli, August und Anfang September, wobei Österreich vom 3. bis zum 5. Juli den Anfang macht“, hieß es in einer Erklärung von Chase Carey, dem Geschäftsführer vom Formel-1-Management (FOM): „Im September, Oktober und November wollen wir in Eurasien, Asien und Amerika fahren, bevor die Saison im Dezember in Bahrein und Abu Dhabi endet.“

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Der Amerikaner hofft, zwischen 15 und 18 Rennen stattfinden lassen zu können. Bislang sind zehn Rennen verschoben oder abgesagt worden (Monaco/Le Castellet).

          Nach Informationen dieser Zeitung soll auch der Hockenheim-Ring eine Rolle in den Gedanken der Strategen spielen. Zumindest hat es von der FOM eine Anfrage an den Ausrichter des Großen Preises von Deutschland gegeben. Dabei sei unter anderem nach der nötigen Vorlaufzeit gefragt worden.

          Das badische Motodrom war dieses Jahr nicht zum Zuge gekommen, weil andere Promotoren ein wesentlich höheres Startgeld zahlen können. Die Formel 1 lebt wesentlich von diesen Einnahmen und von den Geldern aus der Fernsehvermarktung. Finden weniger als 15 Grand Prix statt, hätten die Fernsehanstalten die Chance, die Vertragsleistungen zu reduzieren.

          Die Hoffnungen der Formel 1 ruhen auf Österreich. Vizekanzler Kogler hatte erklärt, die Regierung stehe einem Rennen ohne Zuschauer nicht im Wege, solange – sinngemäß – die Auflagen erfüllt würden. Gegenüber dieser Zeitung sprach der Grazer Helmut Marko, Sportchef des Rennstalls Red Bull, von einer hohen Chance auf den Start der Saison in Österreich Anfang Juli. Laut Marko soll eine Woche später ein zweites Rennen in der Steiermark stattfinden. An diesem Tag hätte die Formel 1 nach dem alten Plan in Silverstone fahren sollen. Dass sie auf ihrer Europatour im Sommer am 19. Juli dort Station macht und ebenfalls zwei Touren absolviert innerhalb einer Woche, soll Teil des neuen Planes sein.

          Der Promotor gab bislang nur bekannt, dass es keinen Grand Prix mit Publikum geben werde. Ohne zahlende Fans können die Veranstalter die Kosten kaum refinanzieren. Vermutlich verzichtet die FOM deshalb auf die Antrittsgebühr. „Wir erwarten, dass die frühen Rennen alle ohne Zuschauer ablaufen“, ließ Carey mitteilen: „Aber ich hoffe, dass die Fans im Laufe der Saison dann irgendwann wieder ein Teil der Veranstaltungen werden. All unsere Pläne sind ohne Gewähr, weil wir noch immer viele Probleme angehen müssen und wir alle von den Unwägbarkeiten des Virus abhängig sind.“

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