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Motorrad-Weltmeisterschaft : Vale fährt hinterher

  • Aktualisiert am

Absteiger: Superstar Valentino Rossi hat das Siegen verlernt Bild: dapd

Stefan Bradl begeistert weiter in der Motorrad-Weltmeisterschaft: Beim Europaauftakt im spanischen Jerez fährt er auf den siebten Rang. Der neunfache Weltmeister Valentino Rossi enttäuscht wiederholt.

          Nach Stefan Bradls spektakulärem Überholmanöver in der Schlusskurve brandete in seiner Box unbändiger Jubel aus. Abgezockt wie ein Champion hatte der 22-Jährige bis zum letzten Moment gewartet, um den Amerikaner Nicky Hayden auf dem Circuito de Jerez noch abzufangen und sich als Rookie in seinem zweiten MotoGP-Grand-Prix mit Rang sieben ein tolles Ergebnis zu sichern. Vater Helmut Bradl, Teamchef Lucio Cecchinello und die gesamte Crew empfingen den 22-Jährigen mit begeistertem Applaus und drückten ihn.

          „Das hat richtig Spaß gemacht und ich freue mich riesig über das Ergebnis“, sagte der Moto2-Weltmeister der vergangenen Saison mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Für Lehrling Bradl werden in der Königsklasse Podestplätze so schnell wohl nicht machbar sein. Als Sieger Casey Stoner sowie Jorge Lorenzo (2.) und Dani Pedrosa (3.) die Korken knallen ließen, wertete Bradl mit seinem Cheftechniker bereits das Rennen aus. Und die Analyse dürfte positiv ausgefallen sein: Bradl leistete sich keine Fehler, fuhr kontrolliert und beherrschte seine Maschine trotz schwieriger Pistenbedingungen. „Ich konnte auch die Elektronik am Motorrad zu meinem Vorteil einsetzen“, erzählte Bradl, der sich vor dem Start noch mal ganz genau instruieren ließ.

          Aufsteiger: Stefan Bradl zeigt in der MotoGP-Serie seine Klasse Bilderstrecke

          Kurz vor Rennende drohten ihn Schmerzen im Unterarm auszubremsen, aber der 22-Jährige biss auf die Zähne und wurde belohnt. „Das war schon ein harter Kampf mit Nicky. Ich freue mich schon auf das nächsten Rennen“, schilderte Bradl seine Eindrücke vom entscheidenden Überholmanöver in der letzten Runde. Während Neuling Bradl bereits zum zweiten Mal bewiesen hat, dass er zurecht in der „Königsklasse“ mitfährt, sucht Superstar Valentino Rossi weiter seine Form und nach Lösungen, die Probleme mit seiner Ducati-Maschine zu beheben. Auch in Jerez kam der Italiener mit seinem Motorrad nicht klar, er fuhr auf einen für ihn enttäuschenden neunten Rang - 35 Sekunden hinter Sieger Stoner. Den neunten Platz belegt der neunfache Weltmeister nach zwei von achtzehn Rennen auch im Gesamtklassement, einen Rang hinter Bradl.

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