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Zukunft der Formel 1 : Eine deutsche Hoffnung namens Schumacher

  • -Aktualisiert am

Ein Schumacher in einem roten Ferrari – das erfreut die deutschen Fans auf dem Hockenheimring. Bild: AFP

Die Formel 1 umkurvt künftig das Land der Autoerfinder. Wer, wenn nicht ein Schumacher, kann die Rennserie wieder in deutsche Gefilde zurückholen? Doch ganz so leicht ist das nicht für Mick.

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          Donnergrollen in Hockenheim. Das Gewitter ist längst weitergezogen am Samstagmittag. Jetzt kommt die Vergangenheit tosend um die Ecke geschossen. Ein Ferrari, der Ferrari. Eins der Siegerautos von Michael Schumacher, das Supermodell von 2004, mit dem mächtigen Zehnzylinder im Heck und einer naturbelassenen Stimme, wie infernalisches Kreischen. 15 von 18 Rennen gewann die Scuderia mit dem Auto. Schumacher 13 Grands Prix allein in der Saison, auch das Rennen in der Heimat. Abertausende Fans jubelten und feierten, deutsche Promotoren rieben sich (noch) die Hände. Die Zukunft schien noch halbwegs golden.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          15 Jahre später scheinen Hockenheim wie Deutschland aus dem Rennen.Der Große Preis an diesem Sonntag (Start 15.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1, bei RTL und Sky) gilt selbst bei Promotor und Unterhändlern als Abschiedsvorstellung. Das Geld reicht nicht mehr für die Miete des Fahrerfeldes, um einen der angeblich 23 Kandidaten für 21 Plätze auszubremsen. Obwohl nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wenigstens 18 Millionen Dollar geboten werden könnten. Zu wenig. Jean Todt, der Präsident des Internationalen Automobil-Verbandes, als Ferrari-Rennleiter in der Schumacher-Ära mit allen Mechanismen seiner Welt vertraut, wirkt ratlos. Er erinnert an die einmalige Kunst der Deutschen, Autos zu verstehen und zu bauen, an die Rennhistorie und hebt sinnbildlich die Hände: „Ich verstehe das nicht.“

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