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Formel 1 : Mercedes dämpft Ferraris Heimsieg-Hoffnungen

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Vom Kurs abgekommen: Im freien Training von Monza fahren Sebastian Vettel (Ferrari) abermals die Mercedes-Piloten davon. Bild: AP

Wenig vielversprechend verläuft Vettels erster Auftritt mit Ferrari beim Heimrennen der Italiener. Hamilton und Rosberg lassen ihm im Training keine Chance. Fünf Fahrer werden strafversetzt.

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          Das Mercedes-Duo hat Sebastian Vettels Hoffnungen auf einen Triumph bei seiner Ferrari-Premiere in Monza einen herben Dämpfer versetzt. Vor allem Lewis Hamilton distanzierte als jeweils Schnellster in beiden Trainingsdurchgängen auf dem legendären Hochgeschwindigkeitskurs den vierfachen Formel-1-Weltmeister deutlich. Aber auch der zweimalige Zweite Nico Rosberg setzte sich am Freitag beim Auftakt des Großen Preises von Italien klar von Vettel ab.

          „Die sind weit voraus“, konstatierte Vettel nüchtern. „Natürlich wären wir lieber näher dran. Aber wir können uns noch steigern.“ Der 28 Jahre alte Heppenheimer erklärte, er fühle sich soweit wohl: „Wir hatten keine Probleme und konnten unser Programm durchziehen. Wir wissen, wo die Schwachstellen liegen.“ Seinen ersten Start mit der Scuderia beim prestigeträchtigen Heimrennen bezeichnete er „als etwas Besonderes“.

          Hamilton fuhr am Vormittag im Autodromo Nazionale die Monza in einer eigenen Liga. Der Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter ließ in 1:24,670 Minuten sogar Rosberg um 0,463 Sekunden zurück. Vettel lag mit 1,588 Sekunden um eine halbe Ewigkeit hinter Hamilton.

          Im zweiten Durchgang kam wenigstens Rosberg auf Schlagdistanz zum britischen Vorjahressieger. Nun war er auf dem 5,793 Kilometer langen Kurs im Königlichen Park bei sommerlichen Temperaturen um die 25 Grad nur noch 21 Tausendstelsekunden langsamer. Auch Vettel konnte seinen Riesenabstand deutlich reduzieren; dem dreifachen Monza-Sieger fehlten aber immer noch 0,759 Sekunden auf Hamilton.

          Nico Hülkenberg überzeugte als starker Vierter und Fünfter. Der Force-India-Pilot aus Emmerich unterstrich damit eindrucksvoll, dass er beim Europafinale am Sonntag (Start: 14.00 Uhr / Live bei RTL und Sky) ein klarer Kandidat für Punkte ist.

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          Strafversetzungen für fünf Fahrer

          Fünf Formel-1-Piloten verlieren wegen Wechseln von Motorenteilen mehrere Startpositionen. Am härtesten trifft es Daniel Ricciardo. Der Australier muss beim zwölften Saisonlauf zur Formel-1-WM am Sonntag in Monza nominell um 25 Plätze zurück, weil an seinem Red Bull gleich vier Elemente des Antriebsaggregats über die erlaubte Anzahl hinaus verwendet wurden. Sein Teamkollege Daniil Kwjat verliert 15 Positionen. Der Russe benötigt bereits der sechste Verbrennungsmotor und der fünfte Turbolader verwendet wird. Das ist mehr als erlaubt.

          Wie die Rennkommissare am Freitag weiter mitteilten, büßt Carlos Sainz zehn Startplätze ein. Am Toro Rosso des Spaniers wurde im Training der fünfte Verbrennungsmotor eingesetzt. Bereits den neunten Motor verwenden die beiden McLaren-Piloten Fernando Alonso und Jenson Button. Während der Spanier laut Mitteilung des Internationalen Automobil-Verbands FIA deshalb zehn Positionen weiter hinten losfahren muss, sind es beim Briten Button fünf Plätze.

          Keine Probleme mit den Reifen

          Nach den spektakulären Reifenplatzern zuletzt in Belgien bei Vettel und Rosberg gab es in Monza keine Probleme. Pirelli hatte aus Sicherheitsgründen den Raddruck erhöht und den Reifensturz verändert. Weil Ingenieure und Piloten vor möglichen Risiken durch einen zu hohen Reifendruck eindringlich warnten, korrigierte der italienische Alleinausrüster noch vor dem Training zweimal seine Vorgaben nach unten.

          Vor dem zwölften Saisonlauf führt Titelverteidiger Hamilton die WM mit 227 Punkten an. Rosberg (199) liegt als Gesamtzweiter 28 Zähler zurück. Der WM-Dritte Vettel (160) steht angesichts von 67 Punkten Rückstand auf Hamilton im Titelrennen schon stark unter Druck.

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