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Loebs achter Titel : Vorbei an Schumacher und Rossi

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Er mal wieder: Sebastien Loeb war, ist und bleibt Rallye-Weltmeister Bild: dpa

Sébastien Loeb ist wieder Rallye-Weltmeister. Der Elsässer profitiert in Wales vom Missgeschick seines Rivalen Hirvonen - und hat nun mehr Titel gesammelt als die Motorsport-Heroen Schumacher und Rossi.

          Rekordchampion Sébastien Loeb ist zum achten Mal nacheinander Rallye-Weltmeister. Sein letzter verbliebener WM-Rivale Mikko Hirvonen verspielte beim Saisonfinale in Wales am Freitagmorgen mit einem Unfall vorzeitig alle Chancen. Der Finne schied wegen eines überhitzten Motors aus, den das Team für einen möglichen Neustart am Samstag nicht mehr reparieren konnte.

          „Der Traum von meinem ersten Titel ist geplatzt“, gestand Hirvonen. „Das ist eine Riesenenttäuschung für das ganze Team, nachdem wir es geschafft hatten, wieder in den Titelkampf zurückzukehren“, erklärte Ford-Teamchef Malcolm Wilson, der den endgültigen Ausfall von Hirvonen am Freitagabend bestätigte.In der WM-Gesamtwertung führt Loeb mit 222 Punkten vor Hirvonen (214).

          Nicht zu schlagen: Mehr Weltmeister-Titel als Sebastien Loeb hat in einer einzelnen Motorsport-Klasse niemand gewonnen

          Auf der siebten von 23 Prüfungen war Hirvonen auf dem schlammigen Untergrund mit seinem Ford Fiesta von der Piste abgekommen. Dabei beschädigte er den Kühler und die Aufhängung an seinem Auto. Durch das Malheur handelte er sich knapp vier Minuten Rückstand ein. Auf dem Weg zurück zu seinen Mechanikern blieb dann Hirvonens Ford mit überhitztem Motor stehen.

          Ende im urbanen Gelände: Hirvonen (l.) und Lehtinen bleibt nur der Griff zum Handy

          „Ich hätte gerne in einem spannenden Kampf mit Hirvonen diesen Titel gewonnen“, meinte der fünffache Saisonsieger Loeb. Mit seiner achten WM-Krone überholt er in der Statistik Motorsport-Heroen wie den siebenfachen Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher und den siebenmaligen Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi.

          Die Führung in Wales musste Loeb auf der zweiten etappe allerdings an Hirvonens Teamkollegen und Landsmann Jari-Matti abgeben. Latvala hatte am Samstag nach 17 von 23 Prüfungen im Ford Fiesta einen Vorsprung von 6,1 Sekunden auf den Rekord-Titelgewinner aus Frankreich.

          Loeb lieferte sich den ganzen Samstag ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Latvala, der auf der 15. Prüfung die Führung übernahm. Mit einem Rückstand von bereits 2:43,9 Minuten behauptete der Norweger Mads Östberg im Ford Fiesta seinen dritten Rang.

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