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Lewis Hamilton im Interview : „Ich habe vor überhaupt nichts Angst“

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Vom gleichen Schlag: Lauda und Hamilton (r.) Bild: AFP

Formel-1-Star Lewis Hamilton vor dem Duell in Österreich über Rosbergs Stärke, die Unmöglichkeit von Freundschaften und die Ähnlichkeit zum „coolen Niki“ Lauda.

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          Vor dem Großen Preis von Österreich an diesem Sonntag (14 Uhr / Live bei RTL und Sky und im F.A.Z.-Liveticker) hat Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton seinen Teamkollegen Nico Rosberg gelobt. Er sieht die interne Konkurrenz als Hauptgrund für die derzeitige Dominanz der Silberpfeile in der Formel 1. „Als kleiner Junge konnte Nico auf einmal Einrad fahren, und deshalb wollte ich es auch unbedingt lernen. Heute sehe ich, wie gut er die Daten des Rennwagens auslesen und analysieren kann, also vertiefe ich mich teilweise Tag und Nacht in die Zahlen und Kurven, um es mindestens genauso gut zu verstehen“, sagt der 29 Jahre alte Brite in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagsausgabe vom 21. Juni 2014).

          Rosberg führt derzeit die Gesamtwertung an, Hamilton ist der erste Verfolger des Deutschen. Und er glaubt nicht, dass ein anderer Rennstall, etwa das Weltmeister-Team Red Bull, den beiden noch einmal gefährlich werden kann: „Angst ist ein Zeichen von Schwäche, und deshalb fürchte ich überhaupt nichts. Unsere Zukunft, unser Schicksal liegt in unseren Händen, wir sind nicht davon abhängig, was andere Leute machen. Wir haben derzeit eine große Gelegenheit, die müssen wir nutzen.“

          Weit gefährlicher als die Konkurrenz könnte seiner Meinung nach der interne Kampf der beiden Rennfahrer werden, der zudem auch das Verhältnis der beiden auf die Probe stellt: „Wir wollen beide der Beste sein, wir wollen ganz nach oben, wir wollen Weltmeister werden. Aber es gibt nur ein Ticket dafür – und wir beide kämpfen darum. In so einer Situation kann es keine enge Freundschaft geben. Wir kommen an der Strecke miteinander klar, aber nach den Rennen fahren wir beide nach Hause uns gehen unsere Wege.“

          Hamilton nimmt die Verantwortlichen von Mercedes in die Pflicht und sagt: „Umso wichtiger ist es, dass es Männer gibt, die den Rennstall zusammen halten, damit nichts außer Kontrolle gerät. Bei uns sind das Toto (Motorsportchef Toto Wolff) und Paddy (Technik-Chef Paddy Lowe), und auch Niki (Niki Lauda, Aufsichtsratsvorsitzender des Rennstalls).“ Vor allem zu Lauda hat er in den vergangenen Monaten ein enges Verhältnis aufgebaut: „Für sein Alter und das, was er erreicht hat, ist er noch einer der coolsten Typen, die ich kenne. Niki und ich sind uns sehr ähnlich. Er ist genau so ein Racer wie ich. Oder in Nikis Sprache ausgedrückt: ,Mensch, du bist genauso ein Arschloch wie ich!´“

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