https://www.faz.net/-gtl-8fh8i

Formel 1 : Keiner kann Rosberg folgen

Zwei Siege, zwei Fingerzeige: Nico Rosberg nach seinem Sieg in Bahrein Bild: AFP

Nico Rosberg gewöhnt sich ans Siegen: Der deutsche Formel-1-PIlot gewinnt das fünfte Rennen in Serie. In Bahrein profitiert er von einem Missgeschick seines schärfsten Konkurrenten aus dem eigenen Rennstall. Für Sebastian Vettel läuft es ganz dumm.

          Fünf gewinnt: Nico Rosberg heißt der überlegene Sieger des Großen Preises von Bahrein. Dem deutschen Mercedes-Piloten gelang auf dem „Bahrain International Circuit“ der fünfte Sieg in Serie, seit dem Großen Preis von Mexiko in der vergangenen Saison kennt die Formel 1 nur einen Sieger: Nico Rosberg. „Yeah, awesome, guys“, großartig, Jungs. Rosbergs Funkbotschaften, nachdem die karierte Flagge gefallen ist, werden zur Gewohnheit. Schon in der ersten Kurve hatten sich die Aussichten von Rosbergs größtem Rivalen, Teamkollege und Weltmeister Lewis Hamilton deutlich verdüstert. Hamilton, von der Pole Position gestartet, verlor einen weiteres Duell um die erste Kurve – und wie: Abgehängt von Rosberg wurde das Bemühen, dem deutschen Teamkollegen dichtauf zu folgen, vom finnischen Williams-Pilot Valtteri Bottas torpediert. Kollision, Hamilton wurde auf Platz sieben zurück geworfen. Doch der Engländer hatte Glück, konnte mit dem leicht lädierten Rennwagen auf dem Kurs bleiben und machte alsbald wieder Boden gut. Vom Leistungsabfall, den Hamilton als Grund für seinen Fehl-Start anführte, war nichts mehr zu sehen.

          Sebastian Vettel, dem eigentlich die Rolle des Alpha-Piloten unter den Mercedes-Jägern zugedacht war, wunderte sich zu diesem Zeitpunkt schon in Fernsehinterviews, warum „Lewis so weit zurück liegt“. Der unangenehme Grund für die rennbegleitende Medienpflege: Ein in einer Rauchwolke verendeter Ferrari-Motor schon auf der Einführungsrunde. Das Gesicht, das Vettel dazu in die Kameras machte, sprach Bände. Der Heppenheimer blickte sparsam aus Sakhir in die Welt. „Ich weiß genauso viel wie Sie, was da los war“, sagte er der Reporterin des Fernsehsenders „Sky“. Aufgefallen war ihm, dass „da ziemlich viel Rauch aufgestiegen ist“.

          Einsam vorneweg: Nico Rosberg

          In der Tat. Und angesichts der Weisheit, dass es zumeist brennt, wo Rauch aufsteigt, dürfte die Reaktion von Ferrari-Boss Sergio Marchionne in den kommenden Tagen interessant werden. Marchionne will Titel sehen. Eine Maßgabe, die Vettel bei 35 Punkten Rückstand auf den WM-Führenden Rosberg, schon jetzt, nach zwei von 21 geplanten Rennen, in einigermaßen dünner Höhenluft erfüllen muss.

          Hamilton holt auf

          Auf dem auf Sand gebauten Bahrain International Circuit zeigte derweil Ferraris zweiter Mann Kimi Räikkönen, dass ein funktionierendes Triebwerk und ein kundiger Pilot den roten Renner zu durchaus ansprechenden Leistungen beflügeln. Räikkönen folgte Rosberg als Zweiter, alsbald gefolgt von Hamilton. Der Weltmeister ist dafür bekannt, sich von Widrigkeiten nicht über Gebühr bremsen zu lassen. Obwohl das Auto mit der Nummer 44 noch das ein oder andere Karbon-Teil verlor, wurde Hamilton für die Konkurrenz auch aus anderen Gründen schnell wieder zur Gefahr. In Runde 17, inzwischen waren die Reifen das erste Mal gewechselt, war Hamilton schon wieder Dritter.

          Weitere Themen

          „Das wird das wichtigste Spiel des Jahres“

          Eintracht unter Druck : „Das wird das wichtigste Spiel des Jahres“

          Erst die Niederlage im Hinspiel in Straßburg, dann das ärgerliche 1:2 in der Bundesliga in Leipzig. Bei der Eintracht läuft es nicht rund. Dazu kommen personelle Fragen. Nun geht Torwart Kevin Trapp verbal in die Offensive.

          Topmeldungen

          Reformen der Koalition : Immer auf die Besserverdiener

          Egal ob Baukindergeld, Pflegereform oder Soli – die große Koalition schließt Einkommensstarke konsequent von finanziellen Entlastungen aus. Die Grenzen setzt sie dabei willkürlich und der Papierkrieg ist immens.

          Brandenburg : Ist das schlimmer als Diktatur?

          Angegriffen und abgehängt: Vor den Landtagswahlen kocht im Osten die Stimmung. Davon profitiert vor allem die AfD. Eine Reise durch die Dörfer Brandenburgs.

          AfD in Sachsen : Die DDR ist ein Wahlkampfschlager

          In Sachsen will die AfD die Landtagswahl gewinnen – dafür bedient sie gezielt ein Zerrbild der Wirklichkeit. Ihre Wähler stört das nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.