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Sebastian Vettel : Verlorenes Vertrauen

  • -Aktualisiert am

Noch vorneweg? Sebastian Vettel fällt der Kampf mit Charles Leclerc immer schwerer. Bild: AFP

Sebastian Vettel hadert mit den Eigenarten seines Ferrari SF90, Teamkollege Leclerc kommt mit dem Renner bestens zurecht. Zeit für einen Machtwechsel?

          4 Min.

          Sebastian Vettel fühlt sich nicht wohl. Das sagt er häufig, fast alle zwei Wochen, wenn er aus dem Ferrari klettert. Es passt nicht zwischen ihm und dem SF90. Die Vorgänger liebkoste er schon mal rhetorisch nach Siegen, erfreute sich mit koketten Vergleichen an den Kurven seines feuerroten Modells, streichelte sanft über die Außenhaut. „Bella macchina!“ Mehr als ein Jahr ist das jetzt her. Vettel fremdelt, hadert sachlich mit einem instabilen Heck. Es nimmt ihm auf einer Rennstrecke wie jüngst auf der Hochgeschwindigkeitspiste bei Spa in Belgien das Vertrauen, so zu fahren, wie er es liebt: mit einem aggressiven Stil tief in die Ecken hinein schießen.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Dort, wo er immer die Zeit gewonnen hat auf dem Weg zu seinen 52 Formel-1-Siegen, verliert er sie in dieser Saison. Zuletzt sechs Mal im Qualifikationstraining - gegen Charles Leclerc. Das war auch am Samstag so, beim Startplatzrennen für den Großen Preis von Italien am Sonntag in Monza (15.10 Uhr/F.A.Z.-Liveticker und RTL/SKY). Schon wieder dem Teamkollegen unterlegen, im identischen Auto, mit dem offensichtlich identischen Fahrverhalten, wenn auch nur knapp (siehe Meldung auf dieser Seite.). Ein Kurzschluss drängt sich nach 13 von 21 Grand Prix auf: Da Leclerc über die Runden kommt, mit dem Sieg in Belgien am vergangen Sonntag zum jüngsten Sieger Ferraris aufstieg, bremst den Deutschen ein hausgemachtes Problem. Er kriegt im Moment die Kurve nicht.

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