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Im Gespräch: Michael Schumacher : „Ich will nochmals angreifen“

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Schumacher mit Ross Brawn: „Ich habe meine alten Leistungswerte wieder erreicht Bild: dpa

Michael Schumacher kehrt als Mercedes-Pilot in die Formel 1 zurück. Im Interview spricht der 41 Jahre alte Rekordweltmeister über seine Motivation, die Rolle im Team und den Abschied von Ferrari.

          Michael Schumacher kehrt als Mercedes-Pilot in die Formel 1 zurück. Im Interview spricht der 41 Jahre alte Rekordweltmeister über seine Motivation, die Rolle im Team und den Abschied von Ferrari.

          Was ist die Motivation, noch einmal in der Formel 1 zu starten?

          Ich will nochmals angreifen. Offen gesagt, juckt es mich heute schon bei der Aussicht, wieder ins Lenkrad zu greifen. Ich möchte gar nicht leugnen, dass mich die Vorstellung eines deutschen Teams in der Formel 1 extrem reizt. Ich glaube, das würde jedem deutschen Rennfahrer so gehen.

          „Körperlich fühle ich mich absolut fit”

          Bei Ihrem gescheiterten Comeback-Versuch im August für Ferrari war der Nacken ein Problem. Haben Sie nun keine körperlichen Einschränkungen mehr?

          Körperlich fühle ich mich absolut fit. Schon im Sommer habe ich gesehen, wie schnell ich mit gezieltem Training wieder meine alten Leistungswerte erreicht habe, und seither habe ich weiter trainiert. Auch von meinem Doktor gibt es die Bestätigung, dass ich keine Befürchtungen mehr haben muss.

          Wie schwer ist Ihnen der Abschied von Ferrari gefallen?

          Sicherlich nicht leicht. Es ist mir aber leichter gemacht worden, nachdem ich ganz offen mit Luca di Montezemolo darüber gesprochen habe. Er hat freundschaftlich und mit viel Verständnis auf die Situation reagiert. Im Sommer war ich sehr enttäuscht nach der gescheiterten Rückkehr. Aber ich habe trotzdem sofort gespürt, wie wohl ich mich trotz der Schmerzen im Auto gefühlt habe, wie schnell ich mich wieder zurechtgefunden habe. Das hat Luca mitbekommen, aber es gab bei Ferrari keine Möglichkeit für mich, wieder zu fahren. Aber ich fühle eine starke Verbundenheit und Loyalität zu den Jungs, die mich begleitet und mir immer ein tolles Auto hingestellt haben. Diese Verbundenheit wird bleiben, auch wenn wir uns auf der Strecke duellieren werden.

          Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit Nico Rosberg vor?

          Wir haben uns schon kurz miteinander unterhalten, allerdings zu dem Zeitpunkt, als es nur offene Gespräche gab. Nico und ich haben rumgescherzt, und ich sehe der Sache sehr positiv entgegen. Er ist ein junger Kerl, der sicher eine Menge Energie in das Team reinbringt.

          Wie sehen Sie Ihren Status im Team?

          Es gab ja in der Vergangenheit immer wieder kuriose Gerüchte, nach denen ich mir einen Status habe vertraglich zusichern lassen. Aber das ist nie der Fall gewesen. Die Stoppuhr hat immer entschieden, wer welchen Status hatte, und das wird hier nicht anders sein.

          Hat bei Ihrer Entscheidung auch eine Rolle gespielt, dass Sie bei den Motorradrennen nicht an das Limit gehen konnten, dass andere schneller waren?

          Ich war ja an meinem persönlichen Limit. Und das ist ja genau das, was einem Rennfahrer Spaß macht. Aber das Motorradfahren wird sicher weniger Platz in meinem jetzigen Terminkalender einnehmen.

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