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Formel 1 in Spielberg : Hamilton dominiert im Regen

Einfach zu schnell für die anderen: Lewis Hamilton sichert sich die Pole Position in Spielberg. Bild: Reuters

Der Weltmeister setzt ein Zeichen im Dauerregen von Spielberg: Lewis Hamilton ist in der verspätet gestarteten Qualifikation mehr als eine Sekunde schneller als die Konkurrenz. Sebastian Vettel gelingt ein Achtungserfolg.

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          Welch eine Demonstration des Weltmeisters: Mit rund 1,2 Sekunden Vorsprung auf Max Verstappen (Red Bull) hat sich Lewis Hamilton (Mercedes) am Samstag im Regen von Spielberg die Pole Position für den Großen Preis der Steiermark an diesem Sonntag (Start: 15:10 Uhr/ F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1, RTL und Sky) gesichert. „Ich liebe Tage wie diesen“, sagte Hamilton: „Das Rennenfahren fühlt sich auf einmal wieder an, wie es sich anfühlen soll.“ Es war die erste Pole Position in dieser Saison für ihn und die 89. in seiner Karriere.

          Michael Wittershagen

          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ihm war anzumerken, wie glücklich er über diesen Nachmittag war, nachdem ihm beim Saisonauftakt an gleicher Stelle vor einer Woche nur Platz vier blieb. Als Dritter qualifizierte sich Carlos Sainz jr (McLaren), der sich knapp vor Valtteri Bottas (Mercedes), der den ersten Grand Prix gewonnen hatte, behauptete. Hamilton bewies einmal mehr seine Qualitäten auf nasser Strecke. Im Trockenen, in den beiden Trainingssitzungen am Freitag, hatte er – anders als Teamkollege Bottas – noch Probleme mit der Abstimmung seines Rennwagens.

          Dreiviertelstunde verspätet

          Der Regen hatte die Strecke so sehr unter Wasser gesetzt, dass das Qualifikationstraining erst mit einer Dreiviertelstunde Verspätung beginnen konnte. Das dritte Training am Mittag war sogar ausgefallen. „Österreich ist, was das Wetter betrifft, immer ein herausfordernder Kurs“, sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn. Das Wetter brachte die derzeitige Hierarchie in der Formel 1 durcheinander – mit einer Ausnahme: Ferrari ist derzeit im Trockenen und im Nassen nur Mittelmaß.

          Sebastian Vettel gelang immerhin sein erster kleiner Sieg in dieser Saison. Am Ende des zweiten Abschnitts der Qualifikation kämpfte er gegen seinen Teamkollegen Charles Leclerc um den letzten Platz für das Finale am Samstag. Der Deutsche hatte letztlich die Nase vorn, er wurde am Ende Zehnter. Für den Monegassen blieb nur Platz elf. Am frühen Samstagabend ging es für Leclerc sogar weitere drei Plätze nach hinten. Weil Leclerc nach Ansicht der Rennkommission Alpha-Tauri-Pilot Daniil Kwjat im zweiten Durchgang behinderte, muss der Ferrari-Pilot am Sonntag von Platz 14 starten.

          „Es hat eigentlich sehr viel Spaß gemacht heute“, sagte Vettel: „Aber es hat unheimlich lange gedauert, bis die Reifen auf Temperatur gekommen sind. Wir waren nicht schnell genug – die anderen waren besser.“ Sein Rückstand auf Hamilton betrug fast 2,4 Sekunden.

          Was an einem solchen Nachmittag möglich ist, zeigten andere: Etwa George Russell im eigentlich unterlegenden Williams. Der 22 Jahre alte Brite qualifizierte sich als Zwölfter. In der Corona-Pause war Russell schon auffällig geworden, als er die virtuelle Grand-Prix-Serie der Formel 1 als inoffizieller Champion beendete. Auch Esteban Ocon im Renault (5.), Lando Norris im McLaren (6.) und Pierre Gasly im Alpha Tauri (8.) nutzten die Möglichkeit des Moments. Am Rennsonntag soll es wieder trocken sein.

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