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Motorsport-Königsklasse : Warum die Formel 1 so sicher wie noch nie ist

  • -Aktualisiert am

Schlimme Bilder: Romain Grosjean verunglückt beim ersten Rennen in Bahrein. Bild: AP

In Bahrein prallt Rennfahrer Romain Grosjean mit hohem Tempo in eine Leitplanke. Sein Auto wird in zwei Teile gerissen und fängt Feuer. Er sitzt mittendrin, 32 ganze Sekunden lang. Trotzdem geht dieses Drama glimpflich aus.

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          Es mutet auch eine Woche danach und zehn TV-Wiederholungen später noch wie ein Wunder an. Romain Grosjean überlebte beim Grand Prix von Bahrein einen Unfall, den man gemeinhin nicht überleben kann. Sein Teamchef Guenther Steiner hat die in einer Garage des Bahrain International Circuit geparkten Überreste des HaasF1 VF-20 inspiziert und wundert sich selbst immer wieder, wie ein Mensch nahezu unverletzt aus diesem Klumpen Kohlefaser und Metall entkommen konnte. „Die Trümmer sind gar nicht mehr als Rennauto erkennbar. Romain war zu jeder Zeit des Unfalls bei Bewusstsein, aber auch er hat Mühe, alles zu rekonstruieren.“

          Grosjean weiß nicht mehr, ob er vor dem Aufprall in die Leitplanken noch gebremst hat. Er fragte sich, wie er in seiner misslichen Lage so schnell das Lenkrad abmontieren konnte. Die Wahrheit ist, dass ihm die Wucht des Einschlags die Arbeit abgenommen hat. Das Lenkrad brach mitsamt der Lenksäule ab. Er spürte das Feuer, begriff reflexartig, dass er so schnell wie möglich aus der Falle raus musste, durch dieses Loch oberhalb des Halos, das wundersamerweise nicht versperrt war, doch sein linkes Bein schien wie festgenagelt. Der Fuß hatte sich in der Pedalerie verklemmt. Der Franzose zog mit Gewalt seinen Fuß aus dem Schuh, der in dem Wrack verblieben ist. Daher stammt seine einzige physische Verletzung, ein verstauchter Knöchel. Dem französischen Fernsehen erzählte der in Genf lebende Formel-1-Veteran, dass er an seine Familie und an Niki Lauda gedacht habe, als er mitten in den Flammen saß.

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