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Frist läuft : Schumachers Zukunft klärt sich in einem halben Jahr

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Aussteiger? Umsteiger? Absteiger? Aufsteiger? Bild: dpa/dpaweb

Nach einer Woche wilder Wechselgerüchte hat sich Michael Schumacher eine Entscheidungsfrist für die Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere gesetzt. Der Rekord-Weltmeister will zwischen März und April 2006 darüber befinden, ob er weiterfährt, sagt sein Manager Willi Weber.

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          Nach einer Woche wilder Wechsel-Gerüchte und Dementis hat sich Michael Schumacher eine Entscheidungsfrist für die Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere gesetzt. Der Rekord- Weltmeister wolle zwischen März und April 2006 darüber befinden, ob er weiterfahre, sagte sein Manager Willi Weber und stellte klar, daß dabei Verhandlungen mit Ferrari Priorität haben.

          Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zog einen Schlußstrich unter die Spekulationen über einen möglichen Schumacher-Wechsel zu McLaren-Mercedes. „Eine Zusammenarbeit zwischen uns ist kein Thema“, betonte Haug am Rande des DTM-Rennens in Zandvoort am Wochenende.

          Gehaltserhöhung für Räikkönen

          Ein angebliches „Geheimtreffen“ zwischen dem Mercedes-Motorsportchef und Schumacher vor einer Woche beim Großen Preis der Türkei in Istanbul hatte die Spekulationen hoch kochen lassen. Was folgte, waren Vermutungen, daß Schumacher nach dem Auslaufen seines Vertrages bei der Scuderia Ende 2006 zu den „Silberpfeilen“ wechseln würde - im Tausch mit dem 25 Jahre alten finnischen WM-Zweiten Kimi Räikkönen. Dieser sollte bereits einen Vorvertrag mit den Italienern unterschrieben haben, was von allen Seiten dementiert wurde. Laut „Bild am Sonntag“ darf Räikkönen sich nun über eine satte Gehaltserhöhung bei McLaren-Mercedes freuen: 20 Millionen Dollar im Jahr statt wie bisher 12,5 Millionen.

          Schumacher, der am kommenden Sonntag beim Heimrennen in Monza vor den italienischen Fans die Schmach vom Bosporus tilgen will, widersprach den Wechselgerüchten deutlich und „zum unendlichen Male“. Er denke nicht daran, „Ferrari zu verlassen und zu einem anderen Team zu wechseln. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, das hat sich auch nie geändert“, versicherte der 36jährige.

          „Michael weiß nicht, ob er weiterfahren möchte“

          Auch Manager Weber bestätigte, daß es „eigentlich nicht unser Plan“ ist, „das Team noch einmal zu wechseln“. Es seien keine Verhandlungen mit anderen Rennställen geführt worden, auch noch nicht mit Ferrari. „Ich kann doch gar nicht verhandeln, weil Michael noch gar nicht weiß, ob er weiterfahren will. Ich müßte doch verrückt sein, jetzt in Verhandlungen einzusteigen“, sagte Weber. Meldungen, wonach er für seinen Schützling 40 Millionen Euro Jahresgehalt statt der bisherigen 35 Millionen Euro fordere, bezeichnete er als „Quatsch“.

          Was wird aus Heidfeld?

          Neue Spekulationen gibt es dagegen zur Zukunft von Nick Heidfeld. Allerdings widersprach Manager Werner Heinz einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“, demzufolge Heidfeld einen Vertrag beim designierten BMW-Werksteam schon unterschrieben habe. Dieser soll für 2007 und 2008 gelten. „Es ist ja ein offenes Geheimnis, daß wir mit BMW verhandeln. Es ist aber noch nichts unterschrieben“, sagte Heinz am Sonntag. Ein BMW-Sprecher wollte die „Spekulationen“ nicht kommentieren.

          Heidfeld steht in dieser Saison in den Diensten von BMW-Williams. Der deutsche Automobilhersteller BMW hat allerdings den Schweizer Rennstall Sauber übernommen und schickt 2006 ein eigenes Team an den Start. WilliamsF1, dessen Besitzer Frank Williams bis Mitte September eine Option auf Heidfeld ziehen kann, wird von der nächsten Saison an mit Motoren des britischen Herstellers Cosworth antreten. Möglich ist aber auch ein Wechsel Heidfelds zu BAR-Honda, dessen Fahrer Jenson Button (Großbritannien) wiederum einen Kontrakt bei Williams unterzeichnet hat. Bei BAR-Honda würde Heidfeld an der Seite des jetzigen Ferrari-Piloten Rubens Barrichello (Brasilien) fahren.

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