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Formel 1 : Wettlauf mit der Zeit

Weltmeister Vettel in seinem Red Bull: es braucht viele fleißige Hände, um den Wagen voran zu bringen Bild: AP

Red Bull kommt weiter nicht auf Touren: Bis jetzt haben Vettel und Ricciardo ganze 900 Test-Kilometer geschafft. Mercedes ist vier mal weiter. Rosberg fühlt sich „auf dem richtigen Weg“.

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          Die Zeit läuft - unerbittlich. Drei Testtage bleiben den Verantwortlichen von Red Bull noch, den Rennwagen mit der Typennummer RB 10 auf den Auftakt der neuen Formel-1-Saison in Melbourne (16. März) vorzubereiten. Doch die Realität bereitet ihnen weiter Sorgen. Am Donnerstagmorgen fuhr Daniel Ricciardo in Bahrein zwar als einer der Ersten auf die Strecke, am Abend aber hatte er lediglich 39 Runden gedreht. Abermals wurde die neue Antriebseinheit von Renault unter der Karbonhaube im Heck zu heiß.

          Michael Wittershagen

          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Bis heute hat Red Bull deshalb kein Rennen simuliert, an den bisherigen neun Testtagen kamen Weltmeister Sebastian Vettel und sein neuer Teamkollege Ricciardo zusammen auf 176 Runden oder rund 900 Kilometer.

          Zum Vergleich: Die beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg haben bereits Rennsimulationen gemacht, sie sind zusammen knapp 3500 Kilometer gefahren und zählten dabei stets zu den Schnellsten. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Rosberg, der den Tag mit der viertbesten Zeit abschloss. Führender im Tagesklassement war der Mexikaner Sergio Pérez im Force India. Sein Motor? Ein Exemplar von Mercedes.

          Sebastian Vettel: „Man beseitigt das eine Problem - ruckzuck gibt es ein neues“ Bilderstrecke

          Fünf Stunden stand Ricciardo von Donnerstagmittag an in der Box, die Ingenieure von Red Bull suchten weiter nach einer Lösung für den Hitzestau. Sie waren immerhin so erfolgreich, dass der Australier noch einmal zurück auf die Strecke konnte. Auch anderen Rennställen, die mit dem Motorenhersteller Renault zusammen arbeiten, geht es derzeit nicht besser: Toro Rosso fuhr immerhin 56 Runden, Lotus kam lediglich auf 31, Caterham beendete den Arbeitstag mit 15 Runden.

          Vettel steigt am Samstag und Sonntag zu seinen letzten Testfahrten vor der Saison ins Cockpit. Schon in der vergangenen Woche hatte er gesagt: „Mit Sicherheit bin ich nicht zufrieden, wie es momentan läuft. Wir tun uns schwer, alles zu verstehen. Man beseitigt das eine Problem - ruckzuck gibt es ein neues.“

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