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Großes Lob von Hamilton : „Das macht Mick Schumacher wirklich großartig“

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Mick Schumacher fährt in der Formel 2 und möchte aufsteigen in die Königsklasse des Motorsports. Bild: dpa

Als Sohn von Rekordchampion Michael Schumacher hat es Mick nicht leicht auf seinem Weg in die Formel 1. Nun bekommt er ein Lob von Weltmeister Lewis Hamilton. Derweil steht der Rennkalender für diese Saison endgültig.

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          Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat eine hohe Meinung von Motorsport-Talent Mick Schumacher (21). „Ich muss sagen, er ist einer der beeindruckendsten jungen Fahrer, die ich kennengelernt habe. Vor allem, was seine Persönlichkeit angeht“, sagte der britische Mercedes-Pilot im Interview mit der „Sport Bild“ über den Sohn von Rekordchampion Michael Schumacher (51). Mick Schumacher sei „ein bescheidener Junge. Mick fährt, weil er es einfach liebt zu fahren.“

          In die Fußstapfen seines Vaters zu treten, sei für Mick Schumacher nicht einfach. „Michael hat alle Grenzen dieses Sports nach oben verschoben. Doch Mick geht jetzt seinen eigenen Weg, und das macht er wirklich großartig“, meinte Hamilton. „Er steht mit beiden Füßen fest auf dem Boden, das imponiert mir sehr.“ Mick Schumacher fährt in dieser Saison in der Formel 2.

          Der 35 Jahre alte Hamilton kann in dieser Saison Michael Schumachers Bestmarke von sieben WM-Titeln einstellen. Vor dem Rennen am Sonntag im belgischen Spa, dem neunten Grand Prix von 17 Läufen, liegt er in der Gesamtwertung abermals vorn. „Ich muss mich manchmal selber kneifen und mich überhaupt erst mal daran erinnern, wie viele Titel ich schon habe“, sagte Hamilton. „Ich laufe nicht durchs Leben und denke jeden Tag an meine WM-Titel. Oder daran, dass es schon sechs Stück sind.“ Wenn er nicht an der Rennstrecke sei, sei er „ein ganz normaler Mensch und mache ganz normale Sachen.“

          Er fühle sich außerordentlich privilegiert, in der Formel 1 um Weltmeister-Titel kämpfen zu können. „Aber was mich noch viel stärker antreibt, Menschen über den Sport eine Stimme geben zu können, die sonst keine hätten.“ Hamilton hat sich in der vergangenen Monaten verstärkt im Kampf gegen Rassismus engagiert und sich dazu geäußert.

          Die Formel 1 zurrte derweil die letzten vier Rennen für ihren Notkalender in der Corona-Saison fest. Nach neun Jahren Pause kehrt die Rennserie am 15. November nach Istanbul zurück, wie es am Dienstag in einer Mitteilung hieß. Auf der Strecke nahe der Metropole am Bosporus war von 2005 bis 2011 bereits der Große Preis der Türkei ausgetragen worden. Wenn der Weltverband Fia den Istanbul Park für Formel-1-tauglich befindet, soll nun das viertletzte Saisonrennen dort gefahren werden. Danach sind noch zwei Gastspiele in Bahrein am 29. November und 6. Dezember sowie das Saisonfinale in Abu Dhabi am 13. Dezember geplant.

          Damit sollen in diesem Jahr 17 WM-Läufe stattfinden. Ursprünglichwaren 22 Rennen geplant, ehe die Saison wegen der Corona-Pandemie durcheinander gewirbelt wurde. Endgültig abgesagt wurde am Dienstag der Grand Prix im chinesischen Schanghai, der bislang nur auf unbestimmte Zeit verschoben war. Das Jahr sei eine „beispiellose Herausforderung“ für die Rennserie, sagte Geschäftsführer Chase Carey.

          Im weiteren Saisonverlauf will die Formel 1 auch die Rückkehr von Zuschauern an einige Strecken ermöglichen. Die Details dazu seien noch in der Abstimmung mit den Veranstaltern. Zuletzt war noch offen, ob auch beim Eifel-Rennen am Nürburgring im Oktober eine begrenzte Zahl von Fans auf den Tribünen dabei sein kann.

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