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Neue Regeln in Formel 1 : Warum die Teams plötzlich mehr Geld ausgeben wollen

„Aktionistisch, unsinnig“: Mercedes-Mann Toto Wolff drückt kein Auge zu. Bild: Reuters

Demnächst läuft die wichtigste Deadline des Formel-1-Jahres ab: Dann kommt es zur größten Reform des Regelwerks der wichtigsten Motorsportklasse seit vielen Jahren. Was bedeutet das?

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          Es wird wieder Zeit für den Tag der Toten. Dia de muertos in Mexiko, in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen am kommenden Wochenende, das Volksfest zu Ehren der Toten, deren Seelen in den Kreis der Liebsten zurückkehren, nachdem diese die Ernte des Jahres eingefahren haben. Totenköpfe allerorten schon in den Tagen des Großen Preis von Mexiko auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez in Mexiko-Stadt. Folklore satt. Dabei fährt die Formel 1 am eigentlichen Festtag vorbei, wird bei den Gringos in Austin, Texas, kreisen, wenn die wichtigste Deadline des Formel-1-Jahres abgelaufen ist. Am Tag vor Allerheiligen, dem 31. Oktober, anderswo als Reformationstag bekannt, kündigt sich eine ebensolche an: die größte Reform des Regelwerks der wichtigsten Motorsportklasse seit vielen Jahren.

          Das Ziel von Internationalem Automobilverband Fia und den Formel-1-Vermarktern Liberty Media: mehr Chancengleichheit. Die Dominanz von Mercedes, der Leistungsvorsprung von Ferrari und Red Bull vor dem Mittelfeld soll gebrochen werden. Die Strategen wollen Rennställen wie Alfa, dem vormaligen Sauber-Team, und Williams wieder eine sportliche Perspektive bieten. Sportlich, technisch, finanziell und strategisch werden sich die Teams umstellen müssen. Von 2021 an wird ein Budgetdeckel von 175 Millionen Dollar gelten, ausgenommen davon sind die Gehälter der Fahrer und der drei wichtigsten Angestellten, die Reisekosten, die Gelder, mit denen Kundenteams Motoren einkaufen.

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