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Formel 1 : Vettels Sprung nach vorne

  • -Aktualisiert am

Daumen hoch statt Zeigefinger: Vettels Zeichensprache hat sich geändert Bild: AP

Während Rosberg als Herausforderer des Weltmeisters Hamilton eine schmerzhafte Niederlage gegen seinen Teamkollegen einstecken, sprengt Vettel im Ferrari die Mercedes-Phalanx.

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          Sebastian Vettel sprengt die Mercedes-Phalanx: Beim Qualifikationstraining  für den Großen Preis von Bahrein an diesem Sonntag (17 Uhr MESZ / Liveticker bei FAZ.NET) hat der  Heppenheimer Ferrari-Pilot zwar nicht die vierte Pole-Position des Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton, die 15. von Mercedes in Serie verhindern können. Aber der Hesse ließ dessen Teamkollegen Nico Rosberg um mehr als eine Zehntelsekunde hinter sich und wurde Zweiter.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Ferrari ist damit auch beim Startplatzrennen wieder ein Sprung nach vorne geglückt, während Rosberg als Herausforderer des Weltmeisters Hamilton eine schmerzhafte Niederlage einstecken musste. Er brauchte auf seiner schnellsten Tour mehr als 0,6 Sekunden als der Brite, ein großer Rückstand in der Welt der Formel 1: „Ich bin nicht in den Rhythmus gekommen, das ist eine große Enttäuschung.“ Seine Strategie sei falsch gewesen: „Ich habe zuviel über das Rennen nachgedacht und Sebastians Speed unterschätzt.“

          Da Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen Vierter wurde, teilen sich die beiden Rennställe die ersten beiden Startreihen. Der dritte Deutsche im Fahrerfeld, Nico Hülkenberg, überraschte mit Rang acht. In den ersten drei Rennen war er über Platz 13 nicht  hinausgekommen.

          Ferrari scheint mit Blick auf den Grand Prix, ähnlich wie in Malaysia, wo Vettel siegte, wieder gute Chancen zu haben, das Weltmeister-Team zu schlagen. Bei den Dauerlauf-Tests am Freitag, verkürzte  Rennsimulationen, überzeugten beide Ferrari-Fahrer mit deutlich besseren Rundenzeiten als Mercedes. „Das war ein großer Schritt für uns“, sagte Vettel nach dem Qualifying, „ich denke, wir werden im Rennen ganz flott unterwegs sein.“

          Farbenfroh: Vettels Ferrari in Manama

          Hamiltons Machtdemonstration setzte Rosberg im ersten enorm Moment zu. Vor  einem Jahr hatte er die Pole-Position in der Sakhir-Wüste besetzt und geglaubt, auf dem Kurs des kleinen Königreichs besser zurecht zu kommen als sein Rivale. Aber Hamilton dominierte das gesamte Qualifying, fuhr in jedem der drei Durchgänge die mit Abstand schnellste Runde.

          Erst im letzten Durchgang kam Vettel „in den Rhythmus“. „Jetzt hoffe ich noch auf einen guten Start“, sagte der viermalige Champion. Ob dann im Rennen unter Flutlicht allein die  Steuerkunst und die „Behandlung“ der Reifen entscheidend sein werden, ist fraglich. Die Rennställe rechnen unter anderem wegen des starken Gegenwindes mit einem hohen Benzinverbrauch. Unter Umständen werden Piloten durstiger Boliden um Nuancen vom Gas gehen müssen. Auf dem Weg zum Ziel wird wohl Spargefühl gefragt sein.

          Button startet vom letzten Platz und erntet Spott

          Schon vor dem Start machte Ron Dennis ein sparsames Gesicht. Zwar wurde der Boss des berühmten Rennstalls McLaren Zeuge eines Vor-Sprungs seiner Equipe: Erstmals in dieser Saison schaffte es eines seiner Autos mit dem Honda-Antrieb in den zweiten Teil des Qualifikationstrainings. Fernando Alonso landete auf Rang 14.

          Aber Dennis denkt in Siegerkategorien. Zudem musste sein zweiter Pilot, Jenson Button, beim größten Teil des Qualifikationstrainings zuschauen. Die dritte technische Panne, ein Elektronik-Problem, im vierten Training des Wochenendes stoppte den Engländer. BBC-Reporter David Coulthard, der ehemalige McLaren-Pilot, spottete: „Die gute Nachricht ist, dass Jenson im Vergleich zu seinen Startpositionen während der ersten drei Grand Prix nur um  eine Startreihe zurückfällt.“ Und zwar auf den letzten Platz.

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