https://www.faz.net/-gtl-a11rh
Bildbeschreibung einblenden

Formel-1-Training : Mercedes ist kaum zu schlagen

Keiner guckt zu, aber sonst alles beim alten: Hamilton fährt im Mercedes vorneweg. Bild: AP

Abgesehen davon, dass der Silberpfeil jetzt schwarz ist und auf den Tribünen keine Zuschauer jubeln, scheint in der Formel 1 auch nach der Corona-Pause alles wie gehabt zu sein: Hamilton dominiert.

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Es darf niemand zuschauen von den Rängen in Spielberg, aber ansonsten läuft es in der Formel 1 offenbar auch 2020 wie immer. Weltmeister Lewis Hamilton fuhr in den Trainingsläufen jeweils die Bestzeit, gefolgt von Teamkollege Valtteri Bottas. 

          1:04,304 Minuten brauchte Hamilton im nun schwarzen Mercedes auf seiner schnellsten Runde für die  die 4,3 Kilometer auf dem Red-Bull-Ring, Bottas war knapp zwei Zehntelsekunden langsamer. Auf Rang drei: der Mexikaner Sergio Perez (+0,641) im Racing Point. Das Team hatte über den Winter eine Art Kopie des Weltmeister-Mercedes von 2019 gebaut und den Mercedes-Motor im Heck. Unwesentlich langsamer als Perez und damit immerhin Viertschnellster – und deutlich schneller als sein Teamkollege Charles Leclerc – war Sebastian Vettel im Ferrari, der am Freitag 33 Jahre alt wurde.

          Allzu viel Hoffnung dürfte daraus allerdings nicht zu gewinnen sein. Schon bei den Testfahrten im Februar hatte die Scuderia erkannt, dass sie beim Fahrzeugkonzept daneben lag. Das Auto soll bis zum dritten Rennen in Ungarn in zwei Wochen komplett überholt werden. „Es ist zu früh, alles abzuschreiben“, sagte Vettel, aber: „Wir sind zu 99 Prozent sicher, dass wir mehr Probleme haben werden als letztes Jahr“, sagte Leclerc.

          Der Mann, dem die erfolgreiche Herausforderung Hamiltons am ehesten zugetraut wird, kam am Freitag noch nicht recht in Fahrt. Max Verstappen hat in den vergangenen beiden Jahren die Rennen gewonnen in Österreich, jeweils vor Tausenden begeisterter Landsleute. Am Freitag war seine schnellste Runde über neun Zehntelsekunden langsamer als die Bestzeit von Hamilton. Der 22-Jährige sieht aber keinen Rostansatz: „Wenn du nach einem Jahr wieder auf ein Fahrrad steigst, weißt du auch noch, wie es geht“, sagte Verstappen.

          Mercedes setzte am Freitag das umstrittene DAS-System ein, mit dem der Pilot durch Ziehen am Lenkrad auf der Geraden die Spur verstellen kann. Kontrahent Red Bull hatte sich im Vorfeld des Rennens einen Protest offengehalten. Die Konkurrenz muss einstweilen darauf hoffen, dass die Überlegenheit der Weltmeister mit den vorhergesagten steigenden Temperaturen abnimmt. 

          Am Samstag und Sonntag werden viel Sonnenschein und Temperaturen über 25 Grad erwartet. Sollte es auch dann nicht enger zugehen, könnte diese Formel-1-Saison, von der bislang nicht sicher ist, wie viele Rennen die Corona-Pandemie zulässt, von Anfang bis Ende das altbekannte Bild bieten: Mercedes ist kaum zu schlagen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Er gibt weiter die Richtung vor: Markus Söder am Donnerstag mit Melanie Huml.

          Test-Panne in Bayern : Söders Grenzen

          Der CSU-Ministerpräsident schüttelt sich kurz. Dann ist Bayern wieder spitze. War etwas? Zum ersten Mal in seiner Amtszeit könnte Markus Söder Bayern als Heimat tatsächlich groß genug sein.
          „Das Eis ist gebrochen“: Trump erhält im Weißen Haus Applaus von Mitarbeitern zu dem Abkommen.

          Israel und Arabische Emirate : Es geht um eine Allianz gegen Iran

          Ein doppelter Gewinn für Netanjahu: Israel nimmt diplomatische Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten auf und setzt dafür eine Annexion aus, die ohnehin heikel war. Doch auch andere profitieren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.