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Formel 1 : Sonderbeobachter bei McLaren-Mercedes?

  • Aktualisiert am

„Der Punktestand illustriert, dass beide gleich behandelt werden” Bild: dpa

Der Automobil-Weltverband FIA will beim Formel-1-Saisonfinale in Brasilien mit einem speziellen Beobachter sicherstellen, dass McLaren-Mercedes Fernando Alonso und Lewis Hamilton gleiche Bedingungen zur Verfügung stellt.

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          McLaren-Mercedes hat offiziell die Gleichbehandlung von Fernando Alonso und Lewis Hamilton auch beim Formel-1-Finale in Brasilien beteuert, der Motorsportverband aus Spanien fordert dennoch einen Sonderbeobachter. Wie der Internationale Automobilverband (FIA) in Paris am Donnerstag bestätigte, wird derzeit eine entsprechende Anfrage der Föderation aus Alonsos Heimatland für die Qualifikation des Großen Preises am 21. Oktober in Sao Paulo geprüft und nach einem geeigneten Funktionär gesucht.

          Demnach will der Verband erreichen, dass ein sogenannter Scrutineer zur Überprüfung technischer Abläufe ein besonderes Auge auf den Rennstall McLaren-Mercedes hat. Alonso, dessen Rückkehr zu Renault Medienberichten zufolge immer wahrscheinlicher wird und nur noch eine Frage der Ablösesumme sein soll, hatte sich zuletzt in China über einen seiner Meinung nach auffälligen Reifendruck in der Qualifikation beschwert.

          Dennis: Gesamte Saison unter gleichen Voraussetzungen

          Der Spanier fühlte sich dadurch offenbar auch in seiner These bestätigt, von dem britisch-deutschen Team im internen Kampf gegen den englischen WM-Spitzenreiter Hamilton benachteiligt zu werden. In einer offiziellen Presseerklärung stellte das Team, dem Alonso in Schanghai weitere heftige Vorwürfe machte und Rennstall-Chef Ron Dennis gar indirekt der Lüge bezichtigte, nun abermals klar: Die beiden in der Gesamtwertung führenden Piloten seien die gesamte Saison unter gleichen Voraussetzungen frei gegeneinander gefahren. „Das wird auch in Brasilien so sein, wo das ganze Team sein Bestes geben wird, um die Fahrer-WM zu gewinnen“, sagte Dennis.

          Hamilton führt weiterhin mit 107 Punkten trotz seines Ausfalls in China vor Alonso mit 103 Zählern. Kimi Räikkönen im Ferrari hat 100 Punkte. „Der aktuelle Punktestand illustriert besser als alles andere, dass beide gleich behandelt werden“, kommentierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug Alonsos Vorwürfe. Dass nun der Landesverband des Spaniers einen Sonderbeobachter einschalten will, ist eine weitere Randnotiz in der bisweilen grotesk anmutenden Beziehung zwischen Arbeitnehmer Alonso und Arbeitgeber McLaren-Mercedes.

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