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Vettel und Hamilton in Asien : Der kühne Plan mit der Formel 1

Erfolgreich in Singapur: Sebastian Vettel kennt den Kurs bestens. 2019 gewann der Deutsche den Grand Prix. Bild: EPA

Singapur versucht, einen Grand Prix auf die Beine zu stellen – mit Publikum. Gerade erst musste der Stadtstaat noch sein Corona-Management verschärfen. Was steckt hinter den Plänen?

          3 Min.

          Die Wolken über dem Großen Preis von Singapur beginnen sich zu lichten. Zwar ist der Stadtstaat weiterhin tief im künstlichen Corona-Koma: Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, bleibt verboten. Doch erklären die staatlichen Medien, dass das Formel-1-Rennen „ohne Zuschauer nicht möglich“ sei. Die einflussreiche Touristenbehörde der reichen Stadt schreibt derweil Aufträge für Ausrüster und Lieferanten rund um den Grand Prix am 20. September aus. Während die Manager der Rennserie hinter den Kulissen weiterhin an Machbarkeit und Fahrplan für die angedachte Sommerserie vor leeren Rängen in Europa basteln, wird in Singapur an einem Zuschauer-Event gearbeitet. Der Vertrag der Tropeninsel für das Ausrichten des jährlichen Nachtrennens läuft noch bis Ende nächsten Jahres.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Die Tourismus-Manager holen Aufträge unter anderem für die teuren Singapore- und Temasek-Suiten im Pit Building über den Boxen ein, aber auch für Party-Räumlichkeiten vor und nach den Rennen. Allerdings mahnt die Behörde, alle Anbieter sollten die Corona-Krise im Kopf behalten und strengere Regeln und höhere Kosten mit einrechnen. Um die Risiken der geschundenen Firmen zu mindern, wird die Stadt sie für erledigte Arbeiten bezahlen. In den vergangenen, normalen zwölf Jahren der Veranstaltung begannen die Aufbauarbeiten, etwa für das Ausleuchten der 5,063 Kilometer langen Strecke, schon im Frühsommer. Die Beamten sprechen von mindestens drei Monaten Vorbereitungszeit, um den Parcours mit seinen 23 Kurven mitten in der Stadt fertigzustellen. Die Regierung wird im Juni unerlässliche Arbeiten wieder zulassen. Zu ihnen zählen der Ausbau der Untergrundbahn und Abwasserkanäle.

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