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Formel 1 : Silberpfeile gemeinsam auf Goldkurs

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Flaggenparade: Hamilton kommt mit dem neuen Olympia-Kurs gut zurecht Bild: AP

Hamilton vor Rosberg - schon wieder: Der Brite holt die erste Pole-Position bei einem Grand Prix in Russland. Für den ersten Titel als Formel-1-Team haben sich beide Mercedes-Fahrer in Position gebracht.

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          Nico Rosberg hat sich im Kampf um die erste Pole Position der Formel 1 in Russland seinem Mercedes-Widersacher Lewis Hamilton geschlagen geben müssen. Zusammen haben die beiden aber die bestmögliche Ausgangslage für den ersten Konstrukteurstitel für das deutsche Werksteam. „Das wäre ein historischer Moment“, betonte Hamilton. Er verwies am Samstag in der Qualifikation in Sotschi seinen deutschen Widersacher und WM-Verfolger um zwei Zehntelsekunden auf Rang zwei. „Das muss ich jetzt akzeptieren, das ganze Wochenende war mein Teamkollege schnell unterwegs“, meinte Rosberg etwas zerknirscht: „Ist halt so jetzt.“

          Für Hamilton ist es die siebte Pole in diesem Jahr, die 38. in seiner Karriere. „Das ist ein großartiger Platz, um das Rennen zu beginnen“, sagte der 29 Jahre alte Brite, der schon am Freitag die Tagesbestzeit erzielt hatte und auch im Training vor der Qualifikation der Schnellste gewesen war. Dennoch meinte er: „Das war nicht einfach, die Jungs waren ziemlich stark.“ Vor allem der drittplatzierte Valtteri Bottas schien Hamilton die Pole in den letzten Sekunden entreißen zu können. In der finalen Kurve driftete der Finne aber und kam von der Ideallinie ab. „Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass ich auf Pole-Kurs war“, sagte der Williams-Fahrer.

          Nicht mal ansatzweise konnte Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel im Kampf um Startplatz eins eingreifen. Der 27 Jahre alte Heppenheimer schied unter Beobachtung von Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz vor dem Durchgang um die Top Ten als Elfter aus. Er hatte schon am Vortag geklagt, zu langsam zu sein. „Wir waren einfach ein Stück zu aggressiv. Wir haben uns ein Stück verschätzt“, sagte Vettel am Samstag zur Abstimmung des Wagens. Viel rechnet sich der 39-malige Grand-Prix-Gewinner, der in dieser Saison weiter sieglos ist, auch nicht für das 16. Saisonrennen an diesem Sonntag (13.00 Uhr MESZ/RTL und Sky und im Liveticker bei FAZ.NET) aus. „Es wird schwer. Geradeaus sind wir ja nicht pfeilschnell.“

          Nicht schnell genug: Sebastian Vettel in Sotschi

          Neben Vettel, der durch eine Zurückstellung von McLaren-Pilot Kevin Magnussen von Platz zehn starten wird, scheiterten auch Nico Hülkenberg im Force India als Zwölfter und Adrian Sutil im Sauber als 15. vorzeitig. Hülkenberg wird wegen eines nicht erlaubten Getriebewechsels aber von Platz 17 starten, Sutil rückt dafür eine Position nach vorn.

          Vettels Teamkollege Daniel Ricciardo wird vom sechsten Platz hinter seinem künftigen Red-Bull-Mitstreiter Daniil Kwjat ins Rennen gehen, der bei seinem Heimspiel die russischen Fans mit Platz fünf im Toro Rosso erfreute.

          Ob Russlands Präsident Wladimir Putin die Siegerehrung nach dem ersten Grand Prix in seinem Land durchführen wird, war am Samstag noch unklar. Berichte, dass es vor dem Rennen zu Beeinträchtigungen kommen könnte wegen des voraussichtlichen Putin-Besuchs und der damit verbundenen Sicherheitsvorkehrungen, wiesen die nationalen Veranstalter und das Formula One Management am Samstag entschieden zurück.

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