https://www.faz.net/-gtl-a256k

Qualifying in Silverstone : Nächster Rückschlag für Vettel in Formel 1

Wieder ohne Chance: Sebastian Vettel beim Qualifying in Silverstone Bild: Reuters

Der Ferrari-Pilot Sebastian Vettel erlebt in England wieder einen großen Frustmoment. Nico Hülkenberg aber erstaunt alle. Und die Pole Position geht diesmal nicht an Lewis Hamilton.

          2 Min.

          Nico Hülkenberg ist endgültig der Mann der Woche in der Formel 1. Der am Ende der vergangenen Saison bei Renault aussortierte Rennfahrer startet von Platz drei ins Jubiläumsrennen der Formel 1 am Sonntag (15.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1 sowie bei Sky und RTL). Als Aushilfspilot bei Racing Point, er ersetzt noch einmal den an Covid-19 erkrankten Mexikaner Sergio Perez, war er im Qualifying an diesem Samstag der schnellste Fahrer, der nicht bei Mercedes angestellt ist. Eine knappe Sekunde fehlte Hülkenberg auf den Schnellsten, Valtteri Bottas. Der Finne schlug mit seiner Runde von 1:25,154 Sekunden Teamkollege und Weltmeister Lewis Hamilton um 63 Tausendstelsekunden.

          Der Mann des Nachmittags aber war Hülkenberg, der als Ersatzmann in der vergangenen Woche am Sonntag durch einen gebrochenen Bolzen an der Rennrückkehr gehindert worden war. „Die letzten sieben Tage waren verrückt. Diese Woche habe ich mich besser gefühlt. Ich habe ein großes Lächeln im Gesicht“, sagte Hülkenberg im Interview nach der Qualifikation zum „Grand Prix 70 Jahre Formel 1“.

          Schlechtestes Ergebnis seit sechs Jahren

          Seine Leistung macht Eindruck: „Es freut mich sehr für ihn“, sagte Max Verstappen, im Red Bull geschlagen und nur Vierter, anschließend. „Vielleicht sehen wir ihn ja nächstes Jahr wieder in einem Cockpit.“ Im Mai 1950 wurde auf dem Flugplatzkurs der erste Grand Prix der Formel 1 ausgetragen, in diesem Jahr fährt die Formel 1 in der Corona-Saison auf dem Silverstone Circuit den zweiten Grand Prix nacheinander.

          Für Sebastian Vettel endete das Qualifying im zweiten Durchgang, also vor dem abschließenden dritten Qualifying um die besten zehn Plätze, und damit abermals frustrierend: Platz zwölf. Eine nachträgliche Strafe gegen Esteban Ocon von Renault lässt ihn aber einen Platz nach vorne rücken. „Das war alles was ging, mit diesem Auto. Ich habe es versucht.“ Am SF1000 musste nach einem Defekt im Freitagstraining der Motor ausgetauscht werden, doch Vettel klagt seit Wochen über Probleme im Umgang mit dem seinem Fahrzeug. „Nicht nur heute war nicht mehr drin. Eigentlich die letzten zwei Wochen“, sagte Vettel anschließend. Teamkollege Charles Leclerc startet von Platz acht. Ihm fehlten beinahe 1,5 Sekunden auf die Bestzeit. Es ist das schlechteste Qualifikationsergebnis der Scuderia seit sechs Jahren.

          Formel 1

          Unterdessen erwägen vier Teams, gegen den Umgang des Internationalen Automobilverbands mit dem Hülkenberg-Team-Racing Point noch einmal Rechtsmittel einzulegen. Nach der Bestrafung von Racing Point wegen angeblich illegaler Kopien prüfen Ferrari, McLaren, Renault und Williams gegen die Entscheidung der Rennkommissare vorzugehen.

          Sie hatten am Freitag entschieden, Racing Point mit dem Abzug von 15 WM-Punkten und 400.000 Euro Geldbuße zu bestrafen – wegen des Kopierens der Teile aus dem Mercedes der vergangenen Saison. Doch das Team darf die Teile weiter einsetzen. „Es geht um das ganze Konzept des Kopierens. Dürfen wir oder dürfen wir nicht ein ganzes Konzept kopieren“, sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto. Die Streitparteien haben 96 Stunden Zeit, eine mögliche Beschwerde zu belegen und offiziell einzureichen.

          Weitere Themen

          Quintana unter Verdacht

          Doping-Ermittlungen nach Tour : Quintana unter Verdacht

          Nach der Königsetappe der Tour de France durchsucht die französische Polizei Hotelzimmer und Autos des Teams Arkea-Samsic. Die Aktion soll sich vorrangig gegen den kolumbianischen Profi Nairo Quintana gerichtet haben.

          Topmeldungen

          Neue Stadtteile : Deutschland baut XXL

          In den Metropolen fehlen zehntausende Wohnungen. Gegen den Mangel soll Neubau helfen, überall entstehen neue Stadtteile. Wir stellen die größten Projekte vor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.