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Formel 1 : Schumacher vertagt Karriere-Entscheidung

  • Aktualisiert am

Schumacher und Weber: „Die Sache ist nicht einfach” Bild: dpa

Das Rätselraten um Michael Schumachers Zukunft geht weiter. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister konnte sich nicht im Urlaub zu einer Entscheidung durchringen, ob er den zum Saisonende auslaufenden Ferrari-Vertrag verlängert. Das sagte sein Manager.

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          Das Rätselraten um Michael Schumachers Zukunft geht weiter. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister konnte sich nicht wie im Urlaub zu einer Entscheidung durchringen, ob er den zum Saisonende auslaufenden Ferrari-Vertrag verlängert oder seinen Helm an den Nagel hängt. Das sagte sein Manager Willi Weber am Montag dem Sport-Informations-Dienst.

          „Es ist noch keine Entscheidung gefallen, die gibt es erst in Monza. Vielleicht trifft Michael den Entschluß erst am allerletzten Tag, schließlich ist die Sache nicht einfach“, berichtete Weber, der zusammen mit seinem Schützling einige freie Tage verbrachte und dabei ausführliche Gespräche führte. Das Rennen in Monza findet am 10. September statt.

          „Michael läßt sich auf nichts ein“

          Auch Schumachers Ehefrau Corinna war bei dem Urlaub dabei, doch werde sie nicht, wie zuletzt mehrfach spekuliert, die Hauptrolle bei dem Entschluß ihres Mannes spielen. Weber: „Das macht Michael mit sich selbst aus.“ Während der erholsamen Tage im Mittelmeer-Raum habe man laut Weber aber auch über andere Dinge geredet: „Michael läßt sich da auf nichts ein, er will darüber nicht mehr reden, sondern sich auf die nächsten Rennen konzentrieren.“

          Weber steht nach wie vor zu seinem Ratschlag, daß Schumacher nach dieser Saison zurücktreten sollte, falls er den achten Titel gewinnt. „Das wäre nach meiner Meinung der richtige Moment, auch wenn ich mit dieser Aussage klar gegen meine eigenen Interessen handele.“ Der Rekord-Weltmeister müsse seiner Empfehlung jedoch nicht Folge leisten: „Michael hat klar gemacht, daß er das ganz allein entscheidet.“

          Reise nach Istanbul

          Die kurze Sommerpause ist für Schumacher am Mittwoch endgültig vorbei, dann beginnt für den 37jährigen die Reise nach Istanbul, wo am Sonntag (14 Uhr) der 14. von insgesamt 18 WM-Läufen stattfindet. Auf dem Weg in die Türkei macht „Schumi“ einen Abstecher nach Athen. Zum 25jährigen Bestehen der Nazionale Piloti spielt Schumachers italienisches Benefiz-Fußballteam zum ersten Mal in Griechenland. Schumacher hätte nach eigener Aussage auf den Urlaub verzichten können. Ihm persönlich wäre es am liebsten gewesen, wenn es nach dem Rennen im Ungarn gleich zum nächsten Grand Prix gegangen wäre. „Denn der WM-Kampf macht so viel Spaß, daß ich extrem heiß bin auf das nächste Rennen. Es wird Zeit, daß das Istanbul-Wochenende endlich losgeht“, wird Schumacher auf seiner Homepage am Montag zitiert.

          Vor dem Rennen am Bosporus liegt Schumacher in der WM nur noch zehn Punkte hinter dem führenden Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) zurück. Der Renault-Pilot scheint angesichts der Aufholjagd seines Verfolgers nervös zu werden. Und Schumacher glaubt wieder an seine Chance. Er habe nun noch fünf Möglichkeiten, die WM-Situation zu drehen und den Titel zu holen, sagt der Ferrari-Star kämpferisch.

          Die positive Nachricht aus dem Ungarn-Wochenende sei für ihn die Tatsache, daß er die WM-Krone aus eigener Kraft erobern kann. Entsprechend angriffslustig gibt sich Schumacher: „Weiter geht es mit der Aufholjagd, die Chancen sind noch voll intakt. Unser Wille, die Titel zu holen, ist ungebrochen, und Istanbul soll der nächste Schritt werden.“

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