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Wechsel in der Formel 1 : Vettel-Nachfolger bei Ferrari steht fest

Bald in Rot: Carlos Sainz wechselt Rennanzug und Auto. Bild: AP

Beim Formel-1-Rennstall Ferrari übernimmt Carlos Sainz das Cockpit von Sebastian Vettel, für den auch bei McLaren kein Platz mehr ist. Aber was ist dran an den Gerüchten um Mercedes?

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          Carlos Sainz jr. wird der Nachfolger von Sebastian Vettel bei Ferrari. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Fachmagazine und Websites des Motorsports schreiben nun, was seit ein paar Tagen kursiert. McLaren werde an diesem Donnerstag indirekt den Abschied des Spaniers zur nächsten Saison bekanntgeben und einen neuen Fahrer nennen.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Wer das Cockpit beim Aufsteiger der vergangenen Saison bekommt? Vettel soll es nicht sein. Der Australier Daniel Ricciardo wird als erstbester Kandidat gehandelt. Er käme von Renault, dem um Anschluss kämpfenden Mittelklasseteam, ein Rennstall mit überschaubaren Ressourcen. Ricciardo hat gleich im ersten Jahr an der Seite des Ende 2019 ausgewechselten Deutschen Nico Hülkenberg zu spüren bekommen, wie prekär die Lage selbst beim Konzernteam ist.

          Der kolportierte Wechsel von Sainz zu Ferrari hat zwar auch etwas mit Geld zu tun, Ferrari sparte viel Gehalt. Aber das erste Ziel ist ein anderes: Die Scuderia schafft mit dieser Verpflichtung des schnellen, aber bislang nicht überragenden Sohnes von Rallye-Star Sainz senior, die Voraussetzungen für das allseits beliebte Nummer-eins-Prinzip: Zwei Fahrer auf einem Niveau, so die alte Regel unter schlauen Teamchefs, vertragen sich nicht, lösen Unruhe und damit Reibungseffekte aus, die in der Regel bremsen. Sei es bei der internen Zusammenarbeit oder auf der Strecke, wenn die Autos eines Teams kollidieren. Vettel und Leclerc führten das Spiel in Brasilien vor. Lewis Hamilton schoss Nico Rosberg während dessen WM-Saison in Barcelona ab. Beide Silberpfeile landeten im Kiesbett.

          Seit Valtteri Bottas Anfang 2017 für Rosberg ins zweite Cockpit rückte, gibt es keine Berührungspunkte mehr unter Mercedes-Piloten, jedenfalls nicht mehr auf der Strecke. Bottas ist bislang zu langsam gewesen, um den Champion zu gefährden, aber schnell genug, um ihm Rückendeckung zu verleihen. Ruhe im Stall. Den Mindestabstand hielt der Finne schon vor Corona ein, wenn auch unfreiwillig. Dass Mercedes den frei gewordenen Vettel ins Hamilton-Nest setzt, ist ein schöner Traum. Es sei denn, Teamchef Wolff wolle neben der Vor-Fahrt auf der Piste eine packende Super-Show unter Weltmeistern präsentieren, um der Generation Verstappen (Red Bull) und Leclerc das Licht zu nehmen. Reizvoll, aber unvorstellbar in einem Sport, in dem die Protagonisten alles unter Kontrolle haben wollen.

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