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Formel 1 in Monaco : Was heißt hier Grid-Girls-Verbot?

  • -Aktualisiert am

Ohne Nummern, aber Monaco mag nicht verzichten auf die Hostessen. Bild: AFP

Monaco und der Formel 1 ging es immer um den Ego-Trip. Politik, Wirtschaft, selbst die Kultur schaute vorbei oder auf die schärfsten Kurven. Und nun? Es hat sich etwas geändert.

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          Am Freitag gab es wieder eine große Sitzung. Einen Steinwurf vom Hafenbecken in Monte Carlo entfernt. Es ging um die Zukunft der Formel 1. Teamchefs und die Besitzer der Vermarktungsrechte verhandeln seit Monaten. Jeder will die Formel 1 retten. Oder seinen Gewinn mehren. Ganz klar sind die Hintergründe nicht. Aber die Herren und eine Dame, Frau Williams von Williams, sind sich halbwegs einig. Die Formel 1 muss billiger werden. Mehr als 150 Millionen Dollar sollen die Teams in ein paar Jahren pro Saison nicht ausgeben dürfen. Mit diesem Ergebnis kehrte die Versammlung ins Fahrerlager zurück, direkt am Hafenbecken gelegen. Dort schunkeln Yachten im Wellengang des Grand Prix an diesem Sonntag (15.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1 und bei RTL), manche 75 Meter lang oder 90. Das reicht für zehn Gäste, heißt es, betütert von 28 Crew-Mitgliedern. Nicht jeder kreist um ein Sparprogramm.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Superschnell trifft Superreich in einem um Luft und Platz ringenden Stadtstaat auf einem Felsvorsprung. Es ist die verkürzte Formel für eine so reizvolle wie widersprüchliche Kombination. Monaco bietet alles auf einen sehnsüchtigen Blick: „Häuser, Yachten, Berge, das Meer, die Nähe, die Geschichte“, fällt Ferraris viermaligem Weltmeister Sebastian Vettel zum Höhepunkt der Formel-1-Saison ein: „Jeder will hier mal gewinnen.“ Die Pole-Position von Daniel Ricciardo (Red Bull) vor Sebastian Vettel (Ferrari) und Lewis Hamilton (Mercedes) bietet zwar die beste Chance. Überholen, mault schon der Zweite, ist in Monaco ja kaum möglich. Aber selbst die Hinterbänkler glauben noch am Samstagabend an die große Bedeutung des Zufalls im Reich Albert II. Das Casino macht beim Glücksspiel keinen Unterschied. Und Olivier Panis siegte 1996 von Startplatz 14 – zum ersten und einzigen Mal.

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