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Probleme in der Formel 1 : Weitere Stützen im Rennkalender brechen weg

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Nächster Rückschlag für die Formel 1 und ihre Fahrer: Lewis Hamilton wird nicht in Aserbaidschan, Singapur und Japan fahren können. Bild: dpa

Die nächsten drei Rennen der Formel 1 müssen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Jetzt trifft es auch die Veranstaltungen in Japan, Aserbaidschan und Singapur. Kommt es jetzt doch noch zu einem Grand Prix in Deutschland?

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          Die Corona-Krise hat zu weiteren Rennabsagen in der Formel 1 geführt. Am Freitag verkündeten die Organisatoren das Aus für den Großen Preis von Aserbaidschan, den Großen Preis von Singapur und den traditionsreichen Großen Preis von Japan. Auf den Stadtkursen in Baku und in Singapur fehle aufgrund der derzeitigen Ungewissheit in Bezug auf die Corona-Krise die nötige Vorlaufzeit zum Aufbau der Strecken. Die Absage des Rennens in Suzuka wurde mit anhaltenden Reisebeschränkungen in Japan begründet.

          Trotz der Absagen sei man bei der Formel 1 davon „überzeugt“, die Saison bis Mitte Dezember mit 15 bis 18 Rennen zu beenden. Das Finale soll in Abu Dhabi steigen. Dieses Ziel könnte auch mit zusätzlichen Rennen in Europa erreicht werden, wie Ross Brawn, Sportchef der Königsklasse, am Donnerstag erklärte: „Es ist möglich, die Saison in Europa um ein oder zwei Rennen zu verlängern, wenn es erforderlich sein sollte.“

          Zurückhaltung am Hockenheimring

          Die Verantwortlichen des Hockenheimrings haben derweil verhalten auf die mögliche Verlängerung der Europa-Saison in der Formel 1 reagiert. Es sei „derzeit nur Spekulation“, dass der bisher acht Rennen umfassende Europa-Kalender erweitert werde, hieß es in einer Stellungnahme am Freitag: „Ebenso, ob ein solches Rennen dann bei uns am Hockenheimring stattfinden würde.“ Zu den „Ersatz-Kandidaten“ gehören Hockenheim, Mugello und Imola (beide in Italien), Partimao (Portugal) sowie Jerez de la Frontera (Spanien).

          Die Ring-Geschäftsführer Jorn Teske und Jochen Nerpel zeigten sich grundsätzlich offen, machten aber nochmals deutlich, für die Formel 1 nicht mehr ins finanzielle Risiko gehen zu wollen: „Sicher sind wir gerne bereit, bei entsprechender Anfrage die Machbarkeit zu prüfen.“ Es sei aber klar, dass sich bei fortschreitender Zeit die Chancen dafür nicht unbedingt erhöhten. Die Priorität liege auf einer möglichst hohen wirtschaftlichen Auslastung der Rennstrecke, „und insofern können wir nicht über mehrere Wochen etwaige unbestätigte Termine für die Formel 1 freihalten“.

          Der endgültige Kalender soll vor dem verspäteten Saisonstart in Österreich am 5. Juli veröffentlicht werden. In der Alpenrepublik werden Weltmeister Lewis Hamilton, Ferrari-Star Sebastian Vettel und Co. erstmals in dieser Saison auf Punktejagd gehen. Am 12. Juli ist ein zweites Rennen in Österreich geplant. Danach folgt direkt im Anschluss der Große Preis von Ungarn (19. Juli). Zudem stehen zwei Rennen in Silverstone auf dem Programm (2./9. August), anschließend fährt die Formel 1 in Spanien (15. August), Belgien (30. August) und Italien (6. September). Die Rennen finden ohne Fans an den Strecken statt – und in Corona-Zeiten unter Vorbehalt.

          Eigentlich hätte die Saison schon am 15. März traditionell im australischen Melbourne beginnen sollen, der Auftakt musste wegen der Pandemie abgesagt werden. Danach wurden unter anderem die Rennen in den Niederlanden, Monaco und Frankreich ersatzlos gestrichen.

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