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Formel-1-Qualifikation in Australien : Nur Besen auf der Strecke

Zu gefährlich: Auch Mark Webber hatte auf der pitschnassen Strecke seine Probleme Bild: AFP

Regen, Wind und Trümmerteile – die Formel 1 startet in Melbourne mit einem kleinen Spektakel in die neue Saison. Aber vorerst ohne einen Mann auf der Pole Position. Der Kampf um den besten Startplatz wird am Sonntag fortgesetzt.

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          Der erste Akt: Um 17.30 Uhr Ortszeit rollen die Autos durch die Boxengasse, eigentlich sollten sie zu diesem Zeitpunkt schon seit dreißig Minuten auf der Strecke sein. Doch zu groß waren die Regenmengen, die über dem Albert Park herunter gegangen waren. Mit Besen schoben die Streckenposten das Wasser von der Strecke, und trotzdem  bleiben die Bedingungen tückisch. Der Asphalt ist rutschig, zum Teil unberechenbar. „Lewis (Hamilton) erzählt, dass diese Strecke eine der schlimmsten ist im Regen“, sagt der neue Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in die Fernsehkameras.

          Michael Wittershagen

          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der erste Ausritt: Hamilton schleudert mit seinem Silberpfeil quer über die Fahrbahn, schlägt danach mit dem Heckflügel in die Reifenstapel. „Box, Box“, funkt der Kommandostand. „Das Teil ist beschädigt.“ Kurz danach dreht Felipe Massa mit seinem Ferrari Kreisel und verliert dabei den Frontflügel. Auch Pastor Maldonado (Williams), Esteban Gutierrez (Sauber) sowie Giedo van der Garde und Charles Pic (beide Catherham) verteilen Kohlefasersplitter auf der Bahn.

          Zahlreiche Helfer versuchen die Piste vom Wasser zu befreien - vergebens Bilderstrecke

          Der zweite Akt: Wieder müssen die Helfer auf die Strecke, dieses Mal sammeln sie die Trümmerteile ein. Wieder setzt Regen ein, der Wind wird stärker. Um 18.10 Uhr soll es weiter gehen. Aber die Helfer sind noch nicht fertig, und der Regen hört nicht auf. Neuer Starttermin: 18.30 Uhr. Die Fahrer setzen ihre Helme wieder auf, klettern in die Cockpits. Dann meldet sich Renndirektor  Charlie Whiting zu Wort: „Ich bin mir nicht sicher, ob wir das einhalten können.“  Um 18.50 Uhr soll es weiter gehen. Die Zuschauer jubeln. Aber nur kurz. Dann die letzte Nachricht des Tages: Das Training wird auf Sonntagvormittag 11 Uhr (1 Uhr MEZ) verschoben.

          Die Erklärungen: Helmut Marko, der Motorsportdirektor von Red Bull, schaut zuversichtlich: „Sebastian (Vettel) war auf dem Weg zur Bestzeit unterwegs, dann kamen die Gelben Flaggen.“ Nachfrage: Wer soll Zweiter werden? „Webber, hoffe ich.“ Bis zur Unterbrechung allerdings liegt Nico Rosberg (Mercedes) in Führung. Er ist deshalb enttäuscht über den Abbruch: „Es ist wirklich schade, das Auto liegt richtig gut, ganz vorne wäre drin gewesen heute“, sagt er. „Das Schwierigste ist jetzt, dass es eine komplette Zeitumstellung wieder ist. Ich bin jetzt immer spät ins Bett, so um halb eins, eins, und um zehn Uhr aufgestanden. Jetzt muss ich mich umstellen.“

          Der Ausblick: Auch für den Rennsonntag sind Schauer angekündigt. Was das bedeutet? Die Ergebnisse im Qualifying könnten schon wenige Stunden später im Rennen um 17 Uhr (Start: 7 Uhr MEZ / live bei RTL, SKY und im FAZ.NET-Liveticker) bedeutungslos sein.

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