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Start in der Corona-Krise : Neuer Fahrplan für Vettel und die Formel 1

Mit 112 Tagen Verzögerung geht es für Sebastian Vettel und die Formel 1 doch noch los. Bild: AP

Die Formel 1 präsentiert ihren Sommer-Fahrplan und startet mit 112 Tagen Verzögerung in die Saison. Der Hockenheimring wird in diesem Kalender nicht genannt, steht aber nach F.A.Z.-Informationen als Ersatzkandidat bereit.

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          Die Formel 1 hat einen neuen Sommer-Fahrplan ausgearbeitet, der an diesem Dienstag veröffentlicht werden soll. Demnach wird die Saison mit 112 Tagen Verzögerung am 4. Juli in Österreich beginnen und eine Woche später an gleicher Stelle fortgesetzt, jeweils ohne Zuschauer auf den Tribünen. Voraussetzung für die Startfreigabe war die positive Beurteilung des Hygienekonzeptes durch das österreichische Gesundheitsministerium.

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          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          „Der Veranstalter hat ein Konzept zur Durchführung vorgelegt, das auf die speziellen Erfordernisse des Formel-1-GP und die erforderlichen Schutzmaßnahmen gegen eine Ausbreitung des Corona-Virus abstellt. Das Konzept sieht neben strengen Hygienemaßnahmen auch regelmäßige Testungen und Gesundheitschecks für die Teams und alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein konkretes medizinisches Konzept vor“, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit: „Für das Gesundheitsministerium erfüllt das Konzept die Anforderungen zur Unterbindung der Ausbreitung des Corona-Virus.“

          Entscheidend sei die enge Abstimmung zwischen Veranstalter und regionalen und lokalen Gesundheitsbehörden. Wie im Fußball sei es gelungen, eine sehr spezifische Regelung mit einem hohen Schutzniveau zu entwerfen. Demnach werden rund 2000 Personen über einen nahegelegenen Militärflughafen mit Chartermaschinen eingeflogen, die sich auf dem ohnehin abgeriegelten Areal der Rennstrecke aufhalten dürfen. Alle müssen bei Einreise negativ auf das neuartige Coronavirus getestet sein. Die Teams werden getrennt voneinander in Hotels übernachten.

          Das Konzept soll als Blaupause für die folgenden Rennen in Europa dienen. Sieben Tage nach dem zweiten Auftritt auf dem Red-Bull-Ring in der Steiermark soll der dritte Grand Prix in Ungarn vor den Toren von Budapest folgen (19. Juli). Am 2. und 9. August sind Rennen in Silverstone geplant. Dafür will die englische Regierung ihre strengen Einreisebedingungen lockern. Sieben der zehn Rennställe haben ihren Hauptsitz in Mittelengland, dem Silicon Valley des Motorsports.

          Auch Belgien musste der Formel 1 eine Sondererlaubnis für den Großen Preis in Spa-Francorchamps am 30. August erteilen, weil das landesweite Verbot von Großveranstaltungen bis zum 1. September gilt. Am 6. September soll der Große Preis von Italien in Monza folgen. Singapur hat in der vergangenen Woche signalisiert, am Grand-Prix-Termin (20. September) festhalten zu wollen, allerdings mit Zuschauern. Ein Ausschluss von Publikum ist nicht möglich. Die Strecke führt durch die Stadt.

          Der Hockenheimring wird im Sommerfahrplan nicht genannt, steht aber nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Ersatzkandidat für ein oder zwei Rennen bereit. Das Formel-1-Management fürchtet mit Blick auf die Asien- sowie die Nord- und Südamerikatournee massive Probleme bei der Ein- oder Ausreise der Teams und bei der Abfertigung der Fracht. Da die Formel-1-Führung bei Rennen in Deutschland aber die Organisationskosten übernehmen muss, prüft sie lukrativere Angebote.

          Um die Verträge mit den Fernsehanstalten erfüllen zu können, muss sie 15 der ursprünglich 21 Rennen organisieren. Nicht alle der 15 Kandidaten sind so überzeugt von der Ausrichtung eines Grand Prix wie der Promoter in Brasilien. Er kündigte an, für die große Sause im November auch Zuschauer zulassen zu wollen.

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