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Formel-1-Pilot Zhou : „Der Halo hat mich gerettet“

Weltmeister Max Verstappen über Guanyu Zhou: „Ohne Halo wäre er nicht mehr dabei. Da hat er natürlich viel Glück gehabt“. Bild: Reuters

Geschützt von dem Titanring über seinem Kopf übersteht Formel-1-Pilot Zhou die Rutschpartie über Asphalt und Kies ohne größere Blessuren. Und auch in der Formel 2 erweist sich der Halo als lebensrettend.

  • Aktualisiert am
          2 Min.

          Nach seinem Horror-Unfall von Silverstone sieht Formel-1-Pilot Guanyu Zhou im einst umstrittenen Cockpitschutz seinen Lebensretter. „Der Halo hat mich gerettet“, sagte der Chinese und meldete sich fit für das nächste Rennen in Österreich am kommenden Sonntag. Die Bilder vom Abflug in seinem Alfa Romeo kopfüber in den Fangzaun hatten beim Grand Prix von Großbritannien für Entsetzen und Sorge um die Gesundheit des 23-Jährigen gesorgt. „Das war ein schwerer Unfall und bin froh, dass es mir gut geht“, sagte Zhou.

          Wieder einmal machte sich der „Halo“ genannte Überrollbügel bezahlt, der seit 2018 Pflicht in der Formel 1 ist. Geschützt von dem sieben Kilogramm schweren Titanring über seinem Kopf überstand Zhou die beängstigende Rutschpartie über Asphalt und Kiesbett und den Aufprall im Zaun ohne größere Blessuren. „Ohne Halo wäre er nicht mehr dabei. Da hat er natürlich viel Glück gehabt“, sagte Weltmeister Max Verstappen nach Ansicht des Unfallvideos.

          Dabei hatte es vor der Einführung des „Halo“ heftige Debatten unter den Fahrern gegeben, die teils ein zu eingeschränktes Sichtfeld fürchteten. „Das heute hat wieder gezeigt, dass der Halo wirklich in die Formel 1 gehört“, sagte Verstappen. Alfa-Teamchef Frederic Vasseur stellte fest: „Die Arbeit daran, die Sicherheit in unserem Sport zu verbessern, ist nie erledigt. Dieser Tag erinnert uns daran, wie wichtig das ist.“

          Entwickelt worden war der Cockpitschutz als Reaktion auf mehrere folgenreiche Vorfälle. Der Brasilianer Felipe Massa war 2009 in Ungarn durch eine Metallfeder schwer am Kopf verletzt worden. 2009 war zudem in der Formel 2 der 18-jährige Henry Surtees durch einen herumfliegenden Reifen in Brands Hatch tödlich getroffen worden.

          Der „Halo“ muss dem Weltverband Fia zufolge dem Gewicht von zwei afrikanischen Elefanten (bei zwei männlichen Tieren rund zwölf Tonnen) und einem vollen Koffer standhalten, der mit 225 km/h abgefeuert wird. „Sicherheit ist unsere oberste Priorität“, betonte Fia-Präsident Mohammed bin Sulayem in Silverstone. Williams-Pilot Alexander Albon hatte am Start ebenfalls einen schweren Unfall ohne große Blessuren überstanden und war am Sonntagabend wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

          Auch in der Nachwuchsklasse Formel 2 hatte der „Halo“ am Sonntag schon Schlimmeres verhindert. Bei einer Kollision landete das Auto des Norwegers Dennis Hauger in Cockpithöhe auf dem Boliden von Roy Nissany. Der Israeli blieb dank des Titanbügels unverletzt. „Der Halo hat heute vermutlich zwei Leben gerettet“, sagte Ferrari-Pilot Carlos Sainz nach seinem Formel-1-Sieg in Silverstone und betonte mit Blick auf die immer umfassenderen Sicherheitsmaßnahmen: „Ich bin sehr glücklich, in dieser Zeit in der Formel 1 zu fahren.“

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