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Red Bull in Formel 1 : Die großen Sorgen des Max Verstappen

  • -Aktualisiert am

Klartext: Max Verstappen Bild: Reuters

Letzte Chance: Max Verstappen will jüngster Weltmeister der Formel 1 werden. Doch sein Red Bull ist zu langsam. Hat der Holländer seinen Vertrag doch zu früh verlängert?

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          Red Bull bleibt nur die Hoffnung. Nach zwei deutlichen Niederlagen gegen Mercedes auf der Hausstrecke in Spielberg klammert sich Teamchef Christian Horner vor dem dritten Grand Prix des Jahres in Budapest an diesem Sonntag (Start: 15.10 Uhr) an ein paar Fakten und Zahlen und sagt: „Am Hungaroring erwarten uns andere Kurven, ein anderer Asphalt, andere Temperaturen. Ich hoffe, das passt uns besser.“ Doch das Wetter spielt schon mal nicht mit. Statt der erwarteten 30 Grad Celsius soll es an diesem Grand-Prix-Wochenende in Ungarn höchstens 24 Grad Celsius warm werden. Und am Sonntag könnte es sogar regnen.

          Also: Wohlfühlwetter für die Mercedes. Zumindest der höhere Anteil an langsamen Kurven und der geringere an Geraden könnte dem Red Bull etwas mehr in die Karten spielen als die Motoren-Strecke in Spielberg. Dort wurde 79 Prozent der Runde Vollgas gefahren. Am Hungaroring sind es nur 65. „Auf den Geraden verlieren wir am meisten Zeit auf die Mercedes“, sagte Red-Bull-Sportdirektor Helmut Marko. In Summe waren das vier Zehntelsekunden Zeitverlust bei nur 63 Sekunden Fahrtzeit. Zwei Zehntelsekunden weniger als beim Saisonauftakt – aber immer noch ein Klassenunterschied.

          Max Verstappen will sich an solchen Gedankenspielen nicht mehr beteiligen, er sagt: „Ich könnte jetzt eine tolle Geschichte erzählen, wie gut alles für uns auf dem Papier in Ungarn aussieht, aber ich halte nichts von solchen Ansagen. Lasst uns mal fahren und dann schauen. Fakt ist: Mercedes ist auf jeder Strecke schnell. Man sieht an den Aufnahmen der Bordkamera, wie stabil sich das Auto fahren lässt. Die Fahrer können das Auto in die Kurven werfen, weil sie wissen, dass es kleben bleibt. Damit halten auch ihre Reifen länger. Wir können nur versuchen, so nah wie möglich an ihnen dran zu sein, und dann von irgendeinem Problem oder dem Wetter zu profitieren. Vom reinen Speed her sind sie nur schwer zu schlagen.“ Das klingt schon fast wie eine Kapitulation.

          Verbissen auf der Strecke, enttäuscht daneben: „Egal, was wir machen, wir haben einfach nicht den Speed“, sagt Max Verstappen.
          Verbissen auf der Strecke, enttäuscht daneben: „Egal, was wir machen, wir haben einfach nicht den Speed“, sagt Max Verstappen. : Bild: Getty

          Dabei hatte sich Red Bull alles ganz anders vorgestellt. Der Herausforderer ging in die Saison im Glauben, Mercedes endlich mal vom ersten Rennen an in Bedrängnis bringen zu können. Marko sprach von höchstens zwei Zehntelsekunden Unterschied. Und wenn man mal so nah dran sei, dann gebe es schon Möglichkeiten, dem Mercedes-Doppel ein Bein zu stellen: „Die sind es gewohnt, unbehelligt an der Spitze zu fahren. Wir haben mehr Erfahrung, mit schwierigen Umständen zurechtzukommen.“ Die Wirklichkeit sieht anders aus: Der Vorsprung der Silberpfeile ist so groß, dass selbst bei Problemen genug Luft nach hinten ist. Als es im ersten Rennen Alarm um das Getriebe gab und die Fahrer gebeten wurden, den Randsteinen fernzubleiben, da reichte das immer noch für schnellere Rundenzeiten als bei der Konkurrenz.

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