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Kommentar : Sparschwein gegen Stern in der Formel 1

  • -Aktualisiert am

Der Mercedes-Stern fuhr in den vergangenen Jahren fast immer an der Spitze der Formel 1. Bild: AFP

In der Formel 1 ist von einer Revolution die Rede. Der neue Besitzer will die Spielregeln ändern. Vordergründig geht es um mehr Spannung im Feld und Vielfalt an der Spitze. Aber es gibt noch einen anderen Grund.

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          In der Formel 1 ist von einer Revolution die Rede. Weil die Rennställe von 2021 an nicht mehr als 150 Millionen Dollar pro Saison für den Bau und Betrieb ihrer Boliden ausgeben sollen. So will es der neue Besitzer der Vermarktungsrechte, das Medienunternehmen Liberty. Das Signal für die Welt vor dem Rennen in Bahrein an diesem Sonntag (17.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1 und bei RTL) spricht Bände: Die Formel 1, groß geworden mit einer ungeheuer anziehenden wie abschreckenden Grenzenlosigkeit, beschränkt sich selbst. Der bedeutendste Motorsport auf diesem Planeten stellt ein Sparschwein auf den Tisch. Die Not muss groß sein.

          Ist sie das? Ja. Zumindest behaupten das fünf der zehn Teams. Sie kommen, wenn überhaupt, nur mit Mühe auf einen Etat von 150 Millionen Dollar. Warum? Weil sie nicht den Erfolg haben und deshalb nicht so viel Werbeattraktivität besitzen wie die Großen. Der Unterschied ließe sich auch auf ihr Geschick zurückführen oder auf strategische Fehler, wie sie McLaren und Williams unterliefen. Es geht, wie in jedem Profisport, eben nicht nur darum, das meiste Geld zu scheffeln, sondern auch darum, es intelligent einzusetzen. Entschiede allein die Höhe der Summe über Sieg oder Niederlage, warum sind dann Toyota und auch BMW gescheitert?

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