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Formel-1-Krise : Hilferuf von Bernie Ecclestone

„Ich weiß, was das Problem ist, aber ich weiß nicht, wie ich es lösen soll“: Bernie Ecclestone Bild: AP

Die Krise in der Formel 1 macht auch Bernie Ecclestone schwer zu schaffen. Erstmals überhaupt räumt der 84 Jahre alte Chefvermarkter ob der finanziellen Probleme einiger Teams seine Hilflosigkeit ein.

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          Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone hat erstmals überhaupt Hilflosigkeit eingeräumt. „Ich weiß, was das Problem ist, aber ich weiß nicht, wie ich es lösen soll“, sagte der 84 Jahre alte Engländer am Samstag unter anderem gegenüber FAZ.NET. Krisen habe es in der Formel 1 schon immer gegeben. „Aber heute geht es um mehr Geld als in der Vergangenheit.“ Deshalb sei diese Krise schwerer zu lösen als jede andere zuvor.

          Michael Wittershagen

          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Beim Großen Preis der Vereinigten Staaten an diesem Sonntag (Start: 21.00 Uhr / Live bei RTL, Sky und im Formel-1-Ticker bei FAZ.NET) fehlen die Rennställe Marussia und Caterham, beide mussten Insolvenz anmelden. Ihm seien die Hände gebunden, sagte Ecclestone, weil es gültige Vereinbarungen etwa über die Verteilung der Prämien gebe.

          „Es war vermutlich mein Fehler, diese zu machen.“ Die großen Rennställe können damit gut leben, die kleinen Teams aber werden zunehmend an den Rand der Existenz gedrückt, weil die Fixkosten die Einnahmen übersteigen. „Wenn die Teams kommen und sagen, wir wollen das Geld anders verteilen, dann sage ich sofort: Her mit dem Papier!“

          Und er werde mit den Verantwortlichen des Rechteinhabers CVC sprechen und fragen, ob auch dieser einen Teil seines Gewinns abgebe wolle. Allerdings sei der Widerstand unter den vier großen Teams Ferrari, Red Bull, Mercedes und McLaren zu groß. Wer von diesen gegen eine Neuverteilung der Gelder sei? „Jeder. Niemand von ihnen würde denken, dass dies nun eine verdammt gute Idee sei.“

          Rennställe wie Sauber, Force India und Lotus aber kämpfen ums Überleben. Am Samstag ging das Gerücht durch das Fahrerlager von Austin, dass diese Teams das Rennen boykottieren könnten, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. „Sie werden fahren“, sagte Ecclestone nun. „Ich verspreche Ihnen, dass sie rennfahren werden. Dafür gebe ich die Garantie.“

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