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Formel-1-Kommentar : Vettels Chance

Im Spiegel seiner Möglichkeiten: Sebastian Vettel Bild: AP

Im kommenden Jahr geht Vettel in seine fünfte Saison mit der Scuderia. Es wird die entscheidende. Noch braucht Ferrari Vettel, um die WM zu gewinnen – aber wie lange noch?

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          „Es ist ein schrecklicher Moment.“ So hat es Sebastian Vettel in Mexiko empfunden, als die Formel-1-Weltmeisterschaft wieder einmal verloren war. Wieder verloren gegen Lewis Hamilton, gegen Mercedes. Wieder kein WM-Titel für Ferrari, wieder eine Niederlage für Vettel. Wieder fiel die Entscheidung früh, im drittletzten Rennen der Saison, wieder in Mexiko. Alles wie im vergangenen Jahr. Ein verlorenes Jahr? Es klang danach, weil es so ist. Es zählen nur Titel, für Vettel wie für Ferrari.

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          Gefragt, ob es sein Fahrfehler in Hockenheim war, als er in Führung liegend ausschied, oder das Rennwochenende Anfang September in Monza, als er zunächst dem Teamkollegen Räikkönen im Qualifying Windschatten geben musste und dann in der ersten Runde nach einer Kollision mit Hamilton und einem Dreher weit zurückfiel, die das Sinnbild der Niederlage seien, gab Vettel eine Antwort, die tief blicken lässt: „Weder noch, um ehrlich zu sein.“ Stattdessen, führte der Deutsche aus, sei es das Wochenende in Singapur gewesen, als klar wurde, dass Ferrari das Auto durch die Entwicklung nicht schneller, sondern langsamer gemacht habe. „Wir müssen bestimmte Dinge ansprechen und geraderücken, um den letzten Schritt zu machen, nach dem wir suchen.“ Vettels Haltung ist sehr klar: Seine Fahrfehler leugnet er nicht, der entscheidende Vorteil des Gegners aber war dessen bessere Arbeit abseits der Rennstrecke.

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