https://www.faz.net/-gtl-a1ou4

„Großer Preis der Eifel“ : Formel 1 kehrt auf den Nürburgring zurück

  • Aktualisiert am

Im Oktober fährt die Formel 1 überraschend auf dem Nürburgring in der Eifel. Bild: dpa

Nach sieben Jahren fährt die Formel 1 in diesem Jahr überraschend erstmals wieder auf dem Nürburgring. Der Notkalender der Rennserie nimmt damit weiter Formen an.

          1 Min.

          Die Formel 1 kehrt im Herbst überraschend auf den Nürburgring zurück. Die Rennserie einigte sich mit den Betreibern der Traditionsstrecke auf ein Gastspiel am 11. Oktober. Im Notkalender für diese Saison ist der Große Preis der Eifel das elfte Rennen. Geplant wird vorerst ohne Zuschauer. Zuletzt war die Königsklasse des Motorsports vor sieben Jahren auf dem Nürburgring gefahren. Damals gewann Sebastian Vettel im Red Bull auf dem Weg zu seinem vierten WM-Titel das Heimspiel.

          Wegen der finanziellen Turbulenzen am Nürburgring hatten sich die Streckenbetreiber zuletzt keine Auftritte der Formel 1 mehr leisten können. Der deutsche Grand Prix wurde nur noch auf dem Hockenheimring ausgetragen. Auch Hockenheim stand aber für dieses Jahr nicht mehr im Rennkalender der Formel 1. Wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie kamen beide deutschen Strecken allerdings wieder ins Gespräch, weil die Rennserie für ihren Notbetrieb auf der Suche nach weiteren tauglichen Kursen in Europa war.

          Während Hockenheim sich nicht mit den Formel-1-Bossen auf einen Deal einigen konnte, der für die Ring-Gesellschafter keine finanziellen Risiken gehabt hätte, kam das Geschäft mit dem Nürburgring zustande. Es handle sich um ein „sehr faires und partnerschaftliches Konstrukt“, sagte Geschäftsführer Mirco Markfort der Deutschen Presse-Agentur. Es ist bereits das 41. Rennen der Formel 1 auf dem Kurs am Fuße der Nürburg.

          Auch Portugal und Imola bestätigt

          Mit der Einigung kommt die Rennserie ihrem Ziel von mindestens 15 Grand Prix in diesem Jahr wieder ein Stück näher. Ebenfalls bestätigt wurden Rennen im portugiesischen Portimao am 25. Oktober und in Imola in Italien am 1. November. Damit sind nun 13 WM-Läufe fest terminiert.

          Auf die kurzfristige Absage des Saisonauftakts in Melbourne Mitte März war eine fast viermonatige Zwangspause gefolgt. Anfang Juli startete die Formel 1 dann in den Notbetrieb und hat seitdem drei WM-Läufe in Österreich und Ungarn ausgetragen.

          Als nächstes folgen zwei Rennen im britischen Silverstone. Zudem sind Auftritte in Barcelona, Spa-Francorchamps, Monza und Mugello sowie Sotschi bereits fest terminiert. Beendet werden soll die Saison mit Gastspielen in Bahrain und Abu Dhabi im Dezember. Die für den Herbst angesetzten Rennen in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Brasilien können nicht stattfinden. Offen ist noch, ob im November zwei Rennen in Asien veranstaltet werden können.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

                        Bald in der Luftwaffe? Eine amerikanische F-18 beim Katapultstart vom Flugzeugträger USS Carl Vinson

          Nukleare Teilhabe : Poker um den Atom-Bomber

          Nach der Einigung im Koalitionsvertrag muss entschieden werden: Sollen amerikanische Bomber oder deutsche Eurofighter in Zukunft die nukleare Teilhabe sichern?
          Demonstranten knien in Frankfurt vor einer Polizeikette

          Impfgegner und Anthroposophie : Höhere Einsichten dank Rudolf Steiner?

          Nach eigener Einschätzung verfügen sie über Spezialwissen, das allen anderen abgeht. Die Milieus der Anthroposophen und der „Querdenker“ haben viele Berührungspunkte. In der Pandemie macht das vieles schwerer.
          Auflösung des Protests am Reuterweg: Die Polizei drängt die Demonstranten zurück

          „Querdenker“-Protest : Am Ende des „Friedensmarschs“ bleibt nur Wut

          Mit einer „Großdemo“ will das sogenannte Querdenker-Lager durch Frankfurt ziehen. Doch die Polizei bereitet dem Protest ein schnelles Ende. Demonstranten reagieren mit blanker Wut. Und kündigen gleich die nächste Kundgebung an.
          Mit Hilfe mathematischer Formeln berechnen Algorithmen viele Aspekte des menschlichen Lebens. Als Software-Programme bergen sie aber auch Gefahren.

          Software : Algorithmen unter uns

          Lebenswichtige Entscheidungen treffen immer häufiger Software-Programme, dabei sind diese oft so voreingenommen wie ihre Programmierer. Der Gesetzgeber sollte nicht tatenlos zusehen.