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Formel 1 zurück in Zandvoort : Renn-Comeback in den Dünen

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Publikumsmagnet der Niederländer: Max Verstappen lockt die Leute an die Rennstrecke Bild: AFP

Niki Lauda war der bislang letzte Sieger in Zandvoort – Max Verstappen soll der nächste werden. Nach 35 Jahren Rennpause kehrt die Formel 1 zurück an die Nordseeküste.

          Der Hype um Max Verstappen macht es möglich: Die Formel 1 wird nach 35 Jahren Pause wieder in Zandvoort Rennen fahren. „Wir freuen uns, ankündigen zu können, dass die Formel 1 in die Niederlande zurückkehrt, auf die Strecke in Zandvoort“, sagte Formel-1- Geschäftsführer Chase Carey. Die Betreiber der Strecke an der niederländischen Nordsee-Küste bestätigten an diesem Dienstag den Abschluss eines Vertrages für mindestens drei Jahre bis einschließlich 2022 mit der Rennserie.

          Zandvoort war von 1952 an bis 1985 insgesamt 30 Mal Gastgeber für die Formel 1. Bisland letzter Sieger im Jahr 1985 war Niki Lauda. Für den Österreicher bdeutete dieser Erfolg zugleich den letzten Sieg seiner Karriere. Auch 1974 und 1977 hatte er das Dünen-Rennen gewonnen. Zandvoort-Rekordsieger ist allerdings Jim Clark mit vier Erfolgen zwischen 1963 und 1967. Einen Heimsieg eines Niederländers gab es noch nie. Dafür konnten die Nachbarn der Niederländer zweimal über Erfolge eines Landsmanns jubeln: der Deutsche Wolfgang von Trips siegte 1961, der Belgier Jacky Ickx 1971, beide in einem Ferrari.

          Der Kurs von Zandvoort, malerisch in einer Dünenlandschaft gelegen, ist in der Zwischenzeit etwas in die Jahre gekommen. Teile der 4,32 Kilometer langen, kurvenreichen Strecke bedürfen ebenso einer Überarbeitung wie die Funktionsgebäude. Investitionen in Millionenhöhe sind nötig, um die heutigen Anforderungen an Sicherheit und Infrastruktur für die Formel 1 zu erfüllen.

          Wie in den 1970er Jahren mit Niki Lauda und Co: Die Formel 1 fährt wieder in Zandvoort

          Für volle Ränge soll und wird der neue nationale Sportheld Verstappen sorgen. Der 21 Jahre alte Red-Bull-Pilot, dem schon fünf Grand-Prix-Siege gelangen, hat in den Niederlanden eine Motorsport-Hysterie ausgelöst. „Max Verstappen ist jung, schnell und populär. Und er ist so jung, dass er noch 20 Jahre fahren kann. Bei jedem Rennen erleben wir ein Meer von Oranje-Fans. Die verdienen ein Rennen zu Hause“, sagte Formel-1-Marketingchef Sean Bratches zuletzt.

          Der Chef des Formel 1-Dachverbands (Fia), Jean Todt, hob die Besonderheit von Zandvoort hervor. „Es ist eine Strecke mit einer langen und beeindruckenden Wettkampfgeschichte, die die Fahrer herausfordert, und mit der Beliebtheit von Max Verstappen bin ich mir sicher, dass sehr viele Fans sich schon freuen.“

          Zandvoort ist das zweite Rennen, das von Liberty Media  – erst seit Anfang 2017 Rechteinhaber der Königsklasse – in den Formel-1-Kalender gehoben wird. Zuvor wurde die Premiere des Großen Preises von Vietnam in Hanoi im April 2020 beschlossen. Noch offen ist die Zukunft der Rennen in Barcelona, Silverstone, Hockenheim und Mexiko. Auch der Vertrag von Monza läuft aus, es gibt jedoch bereits eine grundsätzliche Vereinbarung für weitere Rennen bis 2024. Formel-1-Geschäftsführer Carey hatte zuletzt angekündigt, dass es auch im kommenden Jahr wieder 21 WM-Läufe geben soll.

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